Sentix Marktradar
Ist die Gold-Geschichte vorbei?

Jahrelang stürmte der Goldpreis von einem Rekordhoch zum nächsten. Doch seit einigen Monaten ist die Party vorbei, die Notierung rutscht immer weiter ab. Experten glauben, dass es noch schlimmer kommen könnte.
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DüsseldorfWie in einem Goldrausch fühlten sich viele Anleger in den vergangenen Jahren. Der Preis für das gelbe Edelmetall kannte nur eine Richtung. Aufwärts. Doch damit ist Schluss. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres ist der Goldpreis um 17 Prozent abgestürzt und notiert mittlerweile fast 30 Prozent unter dem Rekordhoch von 1.921,15 Dollar aus dem September 2011.

Auch wenn Gold sich von seinem Tief bei 1.322 Dollar etwas erholt hat, ist keine echte Erholung in Sicht. „An der negativen Haltung der Anleger hat sich nichts geändert“, sagt Manfred Hübner von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 private und institutionelle Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börse. „Das Grundvertrauen der Investoren in Gold ist nach wie vor mau und auch die kurzfristigen Markterwartungen nähern sich der Nulllinie an“, so Hübner. 

Der Goldpreis hatte in den vergangenen Jahren vor allem von der Angst vieler Anleger vor einer davon galoppierenden Inflation angesichts der massiven Geldflut weltweit profitiert.  Doch seit sich die Wirtschaft in den USA erholt und eine baldige Drosselung der Geldschwemme wahrscheinlicher wird, ist die Notierung auf Talfahrt. Allein im Mai hatte der Goldpreis um mehr als sechs Prozent nachgegeben.

Immer wieder heißt es, vor allem starke Mittelabflüsse aus den großen Geld-ETFs würden den Preis belasten, die Nachfrage nach Münzen sei aber noch immer groß. „Diese Trennung ist natürlich Unsinn, es gibt nur einen Preis für Gold und der fällt“, meint Sentix-Experte Hübner. „Würden die Leute wirklich bei den Edelmetallhändlern Schlage stehen, dann würden wir das beim Preis und auch in unseren Daten sehen.“

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  • Immer wieder lustig zu sehen, wie viele Leute immer noch an den intrinsischen Wert von Gold glauben... . Gold hat wie jedes Gut nur den Wert, dem man ihm zuschreibt oder bereits ist zu zahlen. Der Wert von Gold hängt im wahrsten Sinne des Wortes von seiner Wertschätzung ab. Der einzige Weg wie Gold eine Alternative zu "normalem" Geld sein kann, ist wenn jeder Gold als Geld akzeptiert (siehe dazu Zigaretten als Ersatzwährung nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland), sonst bleibt es nur ein nicht tauschbares Gut. Ergo ist Gold nur deswegen ein Inflationsschutz, weil viele Menschen daran glauben und viele Menschen immer noch Quantität mit Wert(schätzung) gleichsetzen. Beim Gold lautet die Gleichung entsprechend, Seltenheit = hoher Wert. Nur leider ist auch diese Beziehung nicht zwingend logisch. Quantität und Wert(schätzung) sind unabhängige Begriffe. Ergo gibt es per se keinen Zusammenhang zwischen ihnen, es sei denn man fügt noch weitere Annahmen hinzu.

    Lange Rede, kurzer Sinn.
    Gold wird überbewertet, lebt nur von Erwartungen und Traditionen und wird immer noch falsch verstanden.

    Ich hoffe, dass war jetzt nicht zu viel Küchenphilosophie... ;-)

  • Was zum Reiben:

    http://www.sentix.de/index.php/Blog-News-Public/die-nerven-liegen-blank.html

  • Komisch nur, dass Taler, Heller und Pfennig, als auch D Mark von Gold überlebt wurde; so auch der Euro! Die Steuer-ID-Nummer walzt jeglichen, nachvollziehbaren Privatbesitz platt. Physisches Gold bleibt Herrn Schäuble vorbehalten. Die Euro-Zypern-Bankenkrise hat es nachhaltig bewiesen, was auf den Rest Europas in absehbarer Zeit zukommt! Rette sich wer kann - es gibt keine besseren Wertspeicher, als Gold, Silber und BRILLANTEN - in feinster Konsistenz. Mögen die Kaffeesatzleser auch immer behaupten, was sie möchten!!

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