Sentix Marktradar
„Wir sind in der Kaufzone“

Nach dem Kursrutsch der vergangenen Woche ist die Skepsis der Anleger deutlich gewachsen. Für Experten ist das ein positives Signal, sie sehen Kaufkurse. Das Marktrisiko ist sogar niedriger als noch im März.
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Die vergangene Woche war nichts für schwache Nerven. An den Börsen ging es kräftig bergab. Kein Wunder, dass sich die Stimmung der Anleger deutlich eingetrübt hat. „Die Skepsis ist aktuell groß“, sagt Patrick Hussy von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.  „Die negativen Nachrichten speziell für deutsche Aktien konnten aber das Grundvertrauen der Anleger nicht erschüttern“, so Hussy. Auf Sicht von sechs Monaten sind Institutionelle wie Private noch immer positiv für Aktien gestimmt.

Allerdings gibt es eine Divergenz zwischen beiden Anlegergruppen, wenn es um die aktuelle Lage an den Märkten geht. Die Profis beurteilen Aktien sehr viel positiver als Privatanleger, die sich mehr Sorgen über Euro-Krise und Konjunkturdellen machen, zeigt die Sentix-Umfrage.

„Diese Divergenz beobachten wir schon seit dem Sommer 2012“, so Hussy. „Bei den institutionellen Anlegern kam damals die Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi, den Euro um jeden Preis retten zu wollen, sehr viel besser an als bei den Privaten.“ Ähnlich ist es heute. Negative Nachrichten verunsichern die Privatanleger stärker als die Profis.

Die Bereitschaft, aktuell Gewinne mitzunehmen, ist bei institutionellen Investoren nach wie vor begrenzt. „Das dürfte eng damit zusammenhängen, dass wichtige charttechnische Unterstützungen beim jüngsten Kursrutsch gehalten haben“, sagt Hussy. „Die Marken von 7.450 Punkten beim Dax und 2.500 Punkten bei Euro Stoxx 50 müssen halten, um einen Absturz wie im Sommer 2011 zu vermeiden.“ Am Montagvormittag notierte der Dax zeitweise nur noch knapp über dieser Marke, erholte sich dann aber wieder auf mehr als 7.500 Punkte.

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