Die jüngsten Sorgen vor einer Ausweitung der Kreditkrise trieben den Euro auf neue Rekordhöhen. Der Kurs des Euro schnellte im fernöstlichen Devisenhandel auf bis zu 1,5905 Dollar empor und lag nach Börsenschluss in Japan bei 1,5821. Der Dollar notierte zur japanischen Währung bei 97,22 Yen nach rund 99 Yen im US-Handel am Freitagabend und steuerte auf seinen größten Tagesverlust zur japanischen Währung seit 1998 zu. Marktteilnehmer rechneten daher mit einem koordinierten Eingreifen der Notenbanken der USA, Europas und Japans, um den Dollar-Kursrutsch zu stoppen.
Bild für Bild: Die großen Finanzmarktkrisen seit 1987
Die Geschwindigkeit des Wertverfalls des Dollar sei so groß, dass das Eingreifen der USA alleine den Abwärtstrend nicht mehr stoppen könne, sagte Koichi Ogawa von Daiwa SB Investment. Die Zeit sei daher reif für eine gemeinsame Aktion der Notenbanken. Der japanische Finanzminister Fukushiro Nukaga erklärte, man werde mit den europäischen und US-Währungsaufsichtsbehörden kooperieren und die Märkte genau beobachten. Die jüngsten Bewegungen auf den Währungsmärkten seien extrem volatil gewesen.
Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl stieg um 91 Cent auf 111,12 Dollar. Der Goldpreis kletterte auf 1024,80 Dollar.
