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17.09.2008 
Marktschlussbericht Börse New York

Ausverkaufstimmung an der Wall Street

Am Mittwochabend sind die Finanzwerte erneut eingebrochen. Bei Handelsschluss lag der Dow-Jones-Index wieder über vier Prozent im Minus. Nasdaq und S&P-500-Index verzeichneten den höchsten Tagesverlaust seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Nun geraten auch die beiden letzten unabhängigen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley immer tiefer in den Abwärtssog an der Börse. Am Abend jagte ein Gerücht das nächste.

Die Nervosität bleibt: Händler an der New Yorker Börse. Foto: dpaLupe

Die Nervosität bleibt: Händler an der New Yorker Börse. Foto: dpa

HB NEW YORK. An der Wall Street ging trotz der Rettungsaktion der US-Regierung für den Versicherungsgiganten AIG die Angst um. Händler sorgten sich, dass die Investmentbank Morgan Stanley die Kreditkrise nicht überleben könnte. Da eine weitere Verschärfung der Finanzkrise die gesamte Wirtschaft belasten würde, gerieten auch andere Branchen in den Abwärtssog. Zudem drückten schlechte Konjunkturdaten auf die Stimmung und der Ölpreis stieg um fast sechs Prozent auf 96,57 Dollar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 4,1 Prozent auf 10 609 Punkte und lag damit nur knapp über dem Tagestief. Das Börsenbarometer war im Verlauf zwischen 10 595 und 11 057 Punkten gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 sackte 4,7 Prozent auf 1156 Zähler ab – der tiefste Stand seit Mai 2005. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 4,94 Prozent auf 2098 Punkte.

Die Aktie der größten US-Sparkasse Washington Mutual verlor knapp 15 Prozent. Einem Bericht der "New York Post" zufolge sondiert die US-Bankenaufsicht den Markt nach Kaufinteressenten für die angeschlagenen US-Sparkasse. Am Abend berichtet auch die „New York Times“, dass die von der Kreditkrise schwer getroffene Sparkasse selbst zum Verkauf stelle. Die Gespräche mit Interessenten seien bereits angelaufen, berichtete die Zeitung am Mittwoch nach US-Börsenschluss in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Insider.

Zu den möglichen Käufern zählten die britische Bank HSBC sowie die US-Häuser JP Morgan Chase und Wells Fargo, hieß es weiter. Auch der US-Finanzkonzern Citigroup habe erstes Interesse an Washington Mutual angemeldet, berichtete das „Wall Street Journal“. Über einen Verkauf war bereits mehrfach spekuliert worden. Washington Mutual hatte dies aber stets als nicht nötig zurückgewiesen.

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