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02.09.2008 
Marktbericht Schweiz

Börse Zürich schließt im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem schwachen Start mit Gewinnen geschlossen. Am Vormittag hatten der tiefere Ölpreis, der festere Dollar und die schwindende Gefahr durch den Sturm "Gustav" den Börsen Auftrieb gegeben, am Nachmittag kamen die Kurse jedoch wieder etwas zurück.

HB ZÜRICH. Aufgrund mangelnder Unternehmenssnachrichten blickten die Anleger vor allem auf die Eröffnung der Wall Street. Dort zogen die Kurse zu Beginn stark an und tendierten später seitwärts. Von Konjunkturseite waren die Impulse durchwachsen: Die US-Bauausgaben im Juli enttäuschten mit einem Minus von 0,6 Prozent, der amerikanische ISM-Index stabilisierte sich im August im Rahmen der Erwartungen auf niedrigem Niveau.

Der SMI gewann am Ende 70,84 Punkte oder 0,98 Prozent auf 7 298,59 Punkte. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex einen Höchststand von 7 343,07 Punkten erreicht. Der SLI schloss um 1,39 Prozent höher bei 1 095,75 Punkten. Der breitere SPI rückte um 1,0 Prozent auf 6 116,22 Punkte vor.

Clariant (+6,4 Prozent auf 10,68 Franken) und vor allem Ciba (+9,1 Prozent auf 31,14 Franken) waren bei den Anlegern gefragt und schlossen unter den 30 Werten im SMI SLI an der Tabellenspitze. Händler verwiesen auf den Rückgang des Ölpreises, nachdem sich Sturm "Gustav" abgeschwächt hatte. Auch die Aktien des Transport- und Logistikunternehmens Kühne + Nagel (+4,2 Prozent auf 90,50 Franken) sowie die Papiere von Holcim (+4,4 Prozent auf 82,60 Franken) mit einer relativ energieintensiven Produktion hätten profitieren können, hieß es.

Swatch (+4,0 Prozent auf 272,50 Franken) und Richemont (+3,4% auf 66,70 Franken) verzeichneten starke Aufschläge. Bei Swatch meinten Marktkreise, die Valoren hätten über die wichtige charttechnische Widerstandsmarke bei 266 Franken ausbrechen können. Dies habe kurzfristig orientierte Investoren zum Kauf bewogen.

Der günstige Verlauf des Sturms "Gustav" wirkte sich auch auf die Performance von Swiss Re (+2,8 Prozent auf 69,90 Franken) und ZFS (+2,4 Prozent auf 292,50 Franken) aus. Die Titel der grossen beiden Versicherer mit Sturmschäden-Exposure in den USA waren überdurchschnittlich gefragt. Auch Baloise (+2,0 Prozent auf 95,25 Franken) und Swiss Life (+1,6% auf 205 Franken) standen gut da.

ABB (+1,5 Prozent auf 27,76 Franken) zogen nach der bestätigten Aufnahme in den DJ Stoxx 50 Index weiter an. Händler erhoffen sich davon Nachfrageimpulse aus dem Lager indexorientierter Marktteilnehmer.

UBS (+0,3 Prozent auf 23,98 Franken) kamen am Nachmittag etwas ins Straucheln, am Markt war von Umschichtungen in Credit Suisse (+1,9 Prozent auf 52,40 Franken) die Rede. Auch Julius Bär (+1,6 Prozent auf 68,30 Franken) notierten fester.

Nur unterdurchschnittlich konnten Nestle (+0,9 Prozent auf 48,96 Franken) gewinnen, Novartis (-0,8 Prozent auf 61 Franken) trugen gar negative Vorzeichen und lasteten damit noch stärker auf dem Index.

Syngenta (-3,1 Prozent auf 285 Franken) gerieten vor allem am Nachmittag unter Verkaufsdruck und gingen am Tabellenende aus dem Handel. Händler zufolge hatten Branchenrotationen Spuren im Kursverlauf hinterlassen. Vorwiegend aus dem Ausland würden größere Verkaufsaufträge eintreffen.

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