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15.07.2008 
Internationaler Aktienhandel

Börsen Österreich: Deutliche Verluste in Wien

Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag bei hohem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX rutschte um 160,13 Punkte oder 4,51 Prozent auf 3 386,82 Einheiten ab. Nach einem verhaltenen Wochenauftakt erlebte die Wiener Börse so einen tiefroten Tag.

HB WIEN. Der Leitindex lag zwischenzeitlich rund 5,5 Prozent im Minus, konnte die Abschläge bis Handelsschluss aber wieder etwas eingrenzen. Auch das internationale Umfeld musste deutlich Federn lassen.

Am Nachmittag weiteten die US-Aktienmärkte ihre Kursverluste deutlich aus und drückten das internationale Umfeld noch weiter nach unten. Aussagen von US-Notenbankchef Bernanke vor dem Senat verschärften noch die schlechte Stimmung. Die Notenbank erhöhte laut Bernanke ihre Inflationsprognose. Im Späthandel sorgte der sinkende Rohölpreis jedoch wieder für etwas Entspannung.

Die Kursverluste in Wien zogen sich quer durch den Markt und alle Branchen. Vor allem die Fluglinien-Aktien stürzten deutlich ab. So brachen Skyeurope um 21,67 Prozent auf 0,47 Euro ein, und Austrian Airlines verloren nach Vorlage der Verkehrszahlen 13,95 Prozent auf 2,22 Euro. "Weit und breit keine Käufer in Sicht - und die Verkäufer wollten um jeden Preis aussteigen", kommentierte ein Händler die Entwicklung.

Unter den Indexschwergewichten mussten Voestalpine mit minus 7,48 Prozent auf 38,94 Euro die deutlichsten Verluste hinnehmen. OMV rutschten um 6,09 Prozent auf 42,72 Euro (760 708 Stück) ab. Telekom Austria kamen mit minus 3,06 Prozent auf 13,29 Euro vergleichsweise glimpflich davon.

Bei den Finanzwerten büßten Erste Bank 3,69 Prozent auf 35,74 Euro ein. Raiffeisen International schwächten sich um 4,24 Prozent auf 72,47 Euro ab. Unter den Versicherern sanken Vienna Insurance um 4,86 Prozent auf 38,00 Euro.

RHI kamen mit einem Abschlag von 9,34 Prozent auf 27,00 Euro arg unter die Räder. Semperit erging es mit minus 8,49 Prozent auf 22,00 Euro nicht viel besser, und Palfinger gaben nach einem negativen Analystenkommentar um 6,25 Prozent auf 16,50 Euro nach. Die Erste Bank hatte das Anlagevotum für den Kranhersteller von "Accumulate" auf "Hold" und das Kursziel von 27,50 auf 19,50 Euro gekürzt.

Die Titel der Österreichischen Post konnten sich dem Abwärtstrend weitgehend entziehen und schlossen lediglich um 0,49 Prozent leichter bei 22,25 Euro. Goldman Sachs hatte die Titel auf die "Conviction Buy List" gesetzt und ein 12-Monats-Kursziel von 30 Euro genannt.

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