Gestützt auf Kursgewinne bei den Versorger- und Stahlwerten haben die europäischen Börsen am Pfingstmontag etwas aufgeholt. Der Stoxx 50 und der Euro-Stoxx50 stiegen um je 0,3 Prozent. Der Dax legte 0,5 Prozent auf 7035 Zähler zu.
HB FRANKFURT. „Heute ist Durchatmen angesagt“, kommentierte ein Händler. Impulse habe es am Morgen nur aus London gegeben. Dort stiegen die Aktien der größten europäischen Bank HSBC um 1,8 Prozent, nachdem das Finanzinstitut inmitten der weltweiten Kreditkrise für das erste Quartal einen Gewinnanstieg gemeldet hatte.
Daneben stand die Kursentwicklung in New York im Fokus. Nach einigem Auf und Ab tendierten die US-Börsen zum Handelsschluss in Europa freundlicher. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,6 Prozent, während der Nasdaq-Composite sogar 0,7 Prozent zulegte.
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In Frankfurt führten Thyssen-Krupp die Gewinnerliste mit einem Plus von fast drei Prozent auf 45,48 Euro an. Börsianer verwiesen auf eine Analystenstudie zum kleineren Konkurrenten Salzgitter. Angesichts steigender Stahlpreise hoben die Analysten der Credit Suisse ihre Gewinnprognosen und das Kursziel an.
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Salzgitter waren mit einem Plus von 4,5 Prozent größter Gewinner im MDax. In Paris zählten Arcelormittal mit einem Plus von 1,2 Prozent zu den größten Gewinnern.
Europaweit zählten angesichts des hohen Ölpreises von zeitweise wieder über 126 Dollar je Fass (159 Liter) Energieversorger zu den größten Gewinnern. Total in Paris und Eon in Frankfurt legten je 1,4 Prozent zu. In London verteuerten sich BP um ein Prozent.
Die Aktien des Chipherstellers Infineon erholten sich teilweise vom Freitagsverlust und stiegen um 1,4 Prozent auf 6,51 Euro. „Bei Infineon gehören derartige Schwankungen inzwischen zum Tagesgeschäft“, kommentierte ein Händler. Seit Jahresbeginn haben die Aktien mehr als zwanzig Prozent an Wert verloren.
Im SDax büßten die Aktien der Fluggesellschaft Air Berlin 3,5 Prozent ein, nachdem der Chef von Europas größtem Billigflieger Ryanair, Michael O'Leary, wegen des hohen Ölpreises eine Pleitewelle bei europäischen Fluggesellschaften vorausgesagt hat.
„In fünf Jahren sieht der deutsche Markt so aus: Lufthansa und Ryanair. Dann wird Air Berlin nicht mehr dabei sein“, sagte O'Leary der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. In London zogen Ryanair um 0,2 Prozent an.
In Paris warteten die Aktien des Luxusgüterhersteller Hermes mit einem Rekordhoch auf. Händler verwiesen auf Übernahmespekulationen. Die Aktien des Herstellers von Seidenschals verteuerten sich um bis zu 13 Prozent auf 112,70 Euro und gingen mit einem Plus von fast sechs Prozent auf 105,79 Euro aus dem Handel.
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