Die Anteilsscheine von Infineon
gewannen unterdessen an der Dax-Spitze 5,28 Prozent auf 5,085 Euro, nachdem sie am Morgen zunächst nach mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalszahlen um mehr als vier Prozent gefallen waren. Der Halbleiterhersteller schloss sein drittes Geschäftsquartal in seinem Kerngeschäft leicht über den Erwartungen ab. Anfangs hatte vor allem die erneut hohe Abschreibung auf die Speicherchip-Tochter Qimonda die Aktien auf Talfahrt geschickt.
Bayer
-Papiere stiegen als zweitstärkster Dax-Wert um 3,63 Prozent auf 55,95 Euro. Der Europäische Ausschuss für Human-Arzneimittel (Chmp) empfiehlt die Zulassung des einmal täglich als Tablette einzunehmenden Gerinnungshemmers Rivaroxaban (Xarelto) bei Hüft- oder Kniegelenkersatzoperation en. Die endgültige Entscheidung durch die Europäische Kommission werde in wenigen Monaten erwartet.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler
erwägt die Möglichkeit einer Beteiligung an dem russischen LKW-Hersteller Kamaz. Im zweiten Quartal hat Daimler
nach eigenen Angaben Verhandlungen mit der Investmentgesellschaft Troika Dialog aufgenommen, die 42 Prozent an Kamaz verkaufen möchte. Händler äußerten sich positiv darüber. "Russland ist einer der interessantesten Märkte für Lastwagen", sagte ein Börsianer. Die Papiere, die tags zuvor nach gesenkten Prognosen über den Jahresgewinn um knapp zehn Prozent eingebrochen waren, legten nun um 1,07 Prozent auf 38,88 Euro zu.
Die Trennung von Real-Standorten und Abschreibungen auf die Adler Modekette haben beim Handelskonzern Metro
im zweiten Quartal das Ergebnis in dreistelliger Millionenhöhe belastet. Bis Anfang 2010 will der Konzern für 27 Märkte seiner Supermarkttochter Real nach Möglichkeit einen neuen Betreiber finden. Laut Analyst Alexander Schlipf vom Bankhaus Metzler sind die Sonderaufwendungen für Real bereits angekündigt gewesen. Die Aktie reagierte daher kaum auf die Mitteilung und ging mit minus 1,36 Prozent auf 37,73 Euro in das Wochenende.

