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13.11.2008 
Marktbericht: Börse Frankfurt

Dax rettet sich mit Schlussspurt ins Plus

Im Sog der US-Börsen zog es auch den deutschen Aktienmarkt nach oben. Der Dax machte anfängliche Verluste wett und schloss im Plus. Zudem fielen die Zahlen eines Index-Schwergewichts nicht so schlecht aus wie erwartet.

Der deutsche Aktienmarkt fährt wieder Achterbahn. Foto: dpaLupe

Der deutsche Aktienmarkt fährt wieder Achterbahn. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Nach einem stark schwankenden Handel ging der Dax mit einem Plus aus dem Handel. Der Index stieg um 0,6 Prozent auf 4 649 Zähler, nachdem er gegen Mittag noch bis auf 4 525 Zähler gefallen war. Für den MDax ging es unterdessen um 0,2 Prozent auf 5 334 Punkte nach unten. Der TecDax kletterte gestützt auf einige starke Solarwerte um 2,37 Prozent auf 504,24 Zähler.

„Es ist ein ständiges Auf und Ab, das kaum mehr zu kalkulieren ist - und für einen richtigen Schub nach oben fehlt dem Dax anscheinend der Mut“, sagte ein Händler. Auch die makroökonomischen Rahmenbedingungen verhindern eine Beruhigung des Marktes. Zudem sei der Handel sehr dünn und durch die fehlende Liquidität fielen die Schwankungen weiterhin sehr hoch aus.

„Siemens hat geholfen, die negativen Vorgaben abzumildern“, sagte Helaba-Marktanalyst Christian Schmidt. „Wenn Siemens sich hinstellt und sagt, wir werden im laufenden Geschäftsjahr doppelt so stark wachsen wie die Weltwirtschaft, und die Dividende stabil hält, ist das im jetzigen Umfeld schon ein Wort.“ Nach einer Berg- und Talfahrt schlossen die Siemens-Aktien mit plus 4,67 Prozent auf 41,95 Euro.

Insgesamt gebe es am deutschen Aktienmarkt eine technische Gegenreaktion auf die Verluste der beiden vorangegangenen Tage, erläuterte Schmidt. „Das ist aber noch lange keine Entwarnung.“

Der Wirtschaftsabschwung blieb ein heißes Thema für die Anleger, nachdem Deutschland neuesten Daten zufolge erstmals seit fünf Jahren in einer Rezession steckt. „Mehrere Automobilhersteller und -zulieferer kündigen verlängerte Werksferien und Produktionspausen an, und immer noch kommen neue Meldungen über kriselnde Banken“, sagte der Chef des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), Hans-Werner Sinn. „Alles das deutet auf einen weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung in den kommenden Monaten hin, auch wenn die Rettungspakete die Kernschmelze des Finanzsystems wirksam verhindern konnten.“

Auch in den USA greifen die Folgen des Abschwungs weiter um sich. In der vergangenen Woche beantragten mehr US-Bürger als erwartet Arbeitslosenhilfe. Dennoch startete die Wall Street mit einem Plus in den Handel.

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