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12.09.2008 
Marktbericht: Börse Frankfurt

Dax schließt fast ein Prozent fester

Positiv aufgenommene US-Daten haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag einen freundlichen Handelsschluss beschert. Der Dax beendete den Handel mit einem Plus von 0,91 Prozent bei 6 234 Punkten und legte damit auf Wochensicht lum 1,75 Prozent zu. Unter Abgabedruck gerieten die Aktien von Postbank und Deutscher Bank.

Die Börse fällt ihr eigenes Urteil über den Postbank-Deal: Die Aktien der beiden beteiligten Banken geben nach.Lupe

Die Börse fällt ihr eigenes Urteil über den Postbank-Deal: Die Aktien der beiden beteiligten Banken geben nach.

HB FRANKFURT. Der MDax gewann 1,87 Prozent auf 8 112 Zähler. Der TecDax konnte wie schon am Vortag von der Stärke der Solartitel profitieren und stieg um 2,24 Prozent auf 763 Punkte.

„Das von der Universität von Michigan erhobene Konsumklima ist besser als erwartet ausgefallen und für das Wochenende wird eine Lösung für Lehman Brothers erwartet“, kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank die Entwicklung. Dies habe dem Dax einen versöhnlichen Wochenschluss beschert.

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Aktien der Postbank verloren am Dax-Ende 6,27 Prozent auf 42,90 Euro. Die Deutsche Bank steigt als größter Einzelaktionär bei der Postbank ein und will im Privatkundengeschäft künftig eng mit der Bonner Konkurrentin zusammenarbeiten. Die größte deutsche Bank kauft der Deutschen Post 29,75 Prozent ihres Mehrheitsanteils an der Tochter Postbank ab und sichert sich die Option auf weitere Anteile. Für das Paket zahlt die Deutsche Bank 2,79 Milliarden Euro in bar oder 57,25 Euro je Aktie. Zur Finanzierung plant die Deutsche Bank eine Kapitalerhöhung von bis zu zwei Milliarden Euro.

Titel der Deutschen Bank verloren als zweitschwächster Dax-Wert 2,53 Prozent auf 57,90 Euro, während es für Papiere des Spitzenreiters Post um 2,82 Prozent auf 16,60 Euro nach oben ging.

„Bei der Postbank ist die Luft erst einmal raus“, sagte ein Händler. „Ein Übernahmeangebot ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Außerdem wird sich der Kurs selbst bei einer kräftigen Erholung des Gesamtmarktes bestenfalls dem Optionspreis von 55 Euro annähern.

Analysten werteten die Transaktion als prinzipiell positiv für die Deutsche Bank. „Durch die knapp 30-prozentige Beteiligung wird die Deutsche Bank zunächst finanziell nicht so angespannt, und sie spart sich die Kosten für Restrukturierung und Integration“, sagte Analyst Sebastian Reuter von Hauck & Aufhäuser. „Aber man muss auch sehen, dass bei einer Komplettübernahme die Synergien besser zu heben wären. Der Einstieg geht zudem zu Lasten der Profitabilität der Deutschen Bank. Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent ist damit in noch weitere Ferne gerückt.“

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Aktien des Volkswagen-Großaktionärs Porsche gaben nach einem Eklat zum Schluss noch 0,19 Prozent auf 89,83 Euro ab. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hat in der Sitzung am Freitag in Wolfsburg nicht für einen Antrag des Sportwagenbauers gestimmt und ihn damit durchfallen lassen. Im Streit um das VW-Gesetz, das Porsche seit Monaten massiv bekämpft, unterlag Porsche zugleich dem Land Niedersachsen. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) konnte durchsetzen, dass die 20 Prozent Sperrminorität in der Satzung erhalten bleibt. VW stiegen um 0,33 Prozent auf 212,85 Euro.

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