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14.07.2008 
Aktienhandel Frankfurt

Dax schließt im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag von den Übernahmespekulationen beim Autozulieferer Continental profitiert. Die meisten deutschen Aktien gingen am Montag mit Gewinnen aus dem Handel und konnten sich von ihren Kursverlusten vom Freitag erholen.

Nach der schwersten Bankenpleite in den USA seit 20 Jahren werden die Anleger am Montag wohl nervös bleiben. Foto: APLupe

Nach der schwersten Bankenpleite in den USA seit 20 Jahren werden die Anleger am Montag wohl nervös bleiben. Foto: AP

HB FRANKFURT/MAIN. Die meisten deutschen Aktien sind am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Stützend wirkten Händlern zufolge positive Nachrichten aus dem deutschen Unternehmenssektor. Der Dax rückte um 0,76 Prozent auf 6200,25 Punkte vor. Für den MDax ging es um 0,59 Prozent auf 8386,62 Zähler nach oben, und beim TecDax stand ein Aufschlag von 0,62 Prozent auf 709,36 Zähler zu Buche.

Mit einem deutlichen Plus von 21,94 Prozent auf 65,80 Euro waren Aktien von Continental der klare Spitzenreiter im Dax. Der Automobilzulieferer hat Gespräche mit dem Wälzlager-Hersteller Schaeffler bestätigt, was laut Börsianern aber nach zahlreichen Presseberichten vom Wochenende über ein Interesse der fränkischen Unternehmensgruppe keine große Neuigkeit sei. Die Tatsache, dass die Gespräche kurz gewesen seien, spreche für eine Absage von Conti. Die Wahrscheinlichkeit eines feindlichen Angebotes sei aber ohnehin die realistischere Option gewesen, sagte ein Händler. Unterdessen bereitet der Automobilzulieferer laut einem Bericht von „Welt Online“ eine Abwehrstrategie gegen die drohende Übernahme vor. Conti habe dafür die Investmentbank Goldman Sachs engagiert, hieß es.

Commerzbank-Titel gewannen 1,84 Prozent auf 19,88 Euro. Händler verwiesen darauf, dass die spanische Großbank Banco Santander die britische Bank Alliance & Leicester für rund 1,3 Mrd. britische Pfund übernehmen will. „Das ist eine gute Nachricht für eine mögliche Transaktion im Zusammenhang mit der Dresdner Bank“, sagte ein Händler. Santander war in der Vergangenheit als einer von mehreren Interessenten für die Allianz-Tochter im Gespräch gewesen, die auch als möglicher Partner der Commerzbank gilt. Aktien des deutschen Versicherungsriesens rückten indes um 0,36 Prozent auf 108,52 Euro vor.

EADS-Papiere waren mit plus 5,28 Prozent auf 11,36 Euro einer der am stärksten gefragten Werte im MDax. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hatte am Wochenende Spekulationen über eine bevorstehende Gewinnwarnung zurückgewiesen. Zudem hat die EADS-Tochter Airbus von der Fluggesellschaft Etihad Airways einen Auftrag über 55 Flugzeuge erhalten.

Titel von IDS Scheer verteuerten sich im TecDax gar um 23,91 Prozent auf 9,07 Euro. Marktteilnehmer sprachen von vagen Gerüchten um ein Gebot von SAP in Höhe von 10,50 Euro je Aktie und einen möglichen Aktienverkauf durch den Aufsichtsratsvorsitzenden August- Wilhelm Scheer. Dieser hält laut Unternehmensangaben rund 41 Prozent an dem IT-Beratungshaus und Softwarehersteller. SAP wollte dies auf Anfrage ebenso wenig kommentieren wie IDS Scheer. SAP-Titel legten um 0,46 Prozent auf 32,58 Euro zu.

Der EuroSTOXX 50 stieg um 0,58 Prozent auf 3216,24 Punkte. In London und Paris schlossen die Börsen ebenfalls mit Gewinnen. Der New Yorker Dow Jones notierte zum Börsenschluss in Europa aber im Minus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,57 (Freitag: 4,54) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,32 Prozent auf 113,80 Punkte. Der Bund Future gewann hingegen 0,53 Prozent auf 112,32 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu und notierte zuletzt bei 1,5917 $. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,5847 (Freitag: 1,5835) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6310 (0,6315) Euro.

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