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09.05.2008 
Marktbericht Frankfurt

Dax schließt mit über 7 000 Punkten

Schlechte Nachrichten aus der Finanz- und Automobilbranche haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Freitag die Stimmung verdorben. Auch der nicht enden wollende Höhenflug des Ölpreises sorgte für trübe Mienen. Als schockierend bezeichnete ein Experte die Zahlen der Dresdner Bank.

Der Dax verliert am Freitag mehr als ein Prozent. Foto: dpaLupe

Der Dax verliert am Freitag mehr als ein Prozent. Foto: dpa

HB FRANKFURT. "Die Serie der Hiobsbotschaften reißt einfach nicht ab", sagte ein Händler. Vor dem Wochenende stieg der Preis für ein Barrel Öl auf über 125 Dollar. Der Dax büßte bis zum Abend knapp ein Prozent auf 7 003 Zähler ein und verlor damit in der abgelaufenen Woche rund 0,6 Prozent. Der Stoxx50 schloss am Freitag 1,4 Prozent niedriger bei 3 228 Zählern.



Auf den Finanzwerten lasteten vor allem die schlechten Zahlen von AIG. Der weltgrößte Versicherer hatte einen Quartalsverlust in Rekordhöhe bekanntgegeben und eine 12,5 Mrd. Dollar schwere Kapitalerhöhung angekündigt. Die AIG-Titel fielen daraufhin an der US-Börse um über acht Prozent.

Für trübe Stimmung in Europa sorgten zudem die detaillierten Ergebnisse der Allianz. Unerwartet hohe Verluste bei der Tochter Dresdner Bank verhagelten dem Münchener Finanzkonzern die Quartalsbilanz. Allianz-Aktien verloren ein Prozent auf 129,05 Euro. Europaweit waren Aktien der Finanzbranche nicht gefragt, im Stoxx50 zählten Titel wie die der Royal Bank of Scotland und von Barclays mit Kursabschlägen von über zwei Prozent zu den größten Verlierern.

Aus der Autobranche kamen schlechte Nachrichten aus Japan. Toyota enttäuschte Anleger mit seinen Geschäftszahlen. Der Nettogewinn des japanischen Konzerns brach um mehr als 25 Prozent ein, und für das Gesamtjahr rechnet der Weltmarktführer erstmals seit sieben Jahren mit einem rückläufigen Nettogewinn. Im Dax verloren die Titel von BMW mit 4,2 Prozent Minus auf 36,12 Euro am stärksten, allerdings drückte ein Dividendenabschlag. Daimler gaben 0,9 Prozent auf 51,71 Euro nach.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gerüchte treiben Aktien von Eon und Deutscher Telekom

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