Nach Vorlage der Zwischenbilanz von Linde gerieten auch die Aktien der Industriegasefirma unter Druck. Sie sackten um 4,1 Prozent ab auf 92,15 Euro. Umsatz und operatives Ergebnis hätten unter den Erwartungen gelegen, sagten Experten. "Das zeigt, dass sich die Kreditkrise so langsam auch auf die Realwirtschaft auswirkt", sagte ein Börsianer. Sollte klar werden, dass Linde kein Einzelfall ist, dürfte es der Dax bald schwer haben. Daneben nutzten Händlern zufolge viele Anleger die Zahlen für Gewinnmitnahmen, da sich die Linde-Aktie in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich entwickelt hatte.
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Neben Fakten sorgten wie so oft am Freitag Gerüchte für Gesprächsstoff auf dem Parkett. Am Markt wurde unter anderem herumgereicht, dass der französische Versorger EdF für Eon bieten werde, falls er beim geplanten Verkauf von British Energy nicht zum Zug komme. Ein anderes Gerücht besagte, der Finanzinvestor Blackstone wolle seinen Anteil an der Deutschen Telekom aufstocken.
In beiden Fällen bezeichneten Börsianer den Wahrheitsgehalt der Spekulationen als eher gering. Die Aktien der Telekom sowie von Eon zählten dennoch mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 11,81 Euro und einem Prozent auf 126,96 Euro zu den größten Gewinnern im Dax.
