Infineon
-Aktien standen zunächst ganz oben auf der Verkaufsliste. Die Titel gaben im Dax bis zu 6,6 Prozent auf 4,53 Euro nach, stabilisierten sich ein wenig und gingen mit einem Minus von 3,3 Prozent aus dem Handel. Damit setzen sich die starken Schwankungen der letzten Tage fort. Am Vortag hatten Infineon
zwölf Prozent verloren. Infineon
-Aktien hatten Anfang Juli 2000 ein Rekordhoch von 93,60 Euro aufgestellt - das Rekordtief liegt bei 4,08 Euro, erreicht am 23. März 2008.
Im MDax stiegen Aktien von Stada
um 3,58 Prozent und machten damit die Vortagsverluste wett. Börsianer verwiesen auf eine Empfehlung in der "Prior Börse". Bei den Technologiewerten belasteten ein Pressebericht und Platzierungen beziehungsweise entsprechende Gerüchte die Notierungen der Solaraktien.
Der Essener Handels- und Reisekonzern Arcandor
ist Marktspekulationen um eine Gewinnwarnung entgegengetreten. "Das ist kompletter Unfug", sagte ein Sprecher am Mittwoch. "Alle unsere Geschäfte laufen gut. Es gibt keinen Grund, von unseren Prognosen abzuweichen", ergänzte er. Die Arcandor
-Aktie erholte sich nach dem Dementi nur kurz und schloss 4,5 Prozent im Minus.
Unter dem Eindruck einer absehbar sinkenden staatlichen Förderung in Spanien haben die Solarwerte am Mittwoch weiter nachgegeben. "Es gibt ja Berichte, dass Spanien die Einspeisevergütungen für Solarstrom deutlich senkt", sagte LBBW-Analyst Stephan Droxner. "Das ist ein wichtiger Markt, und wenn das so kommt, wäre das ein Problem für die Branche." Großer Verlierer im Technologieindex waren Solon mit einem Minus von 10,74 Prozent. Lediglich Wirecard
verlor mit einem Minus von 16,59 Prozent deutlicher.

