Die Aktien von Continental gaben einen Teil ihres Vortagesgewinns von 8,7 Prozent wieder ab, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor ihren Ausblick für die Verbindlichkeiten des Autozulieferers senkte. Conti fielen um 4,7 Prozent.
Europaweit standen die Bankenwerte unter Druck. Nach Einschätzung von Goldman Sachs könnte die größte US-Bank Citigroup im zweiten Quartal neun Milliarden Dollar und das weltweit größte Brokerhaus Merrill Lynch 4,2 Milliarden Dollar abschreiben. Die Aktien beider Banken brachen in New York kurz nach Börseneröffnung um vier bis sechs Prozent ein. Im Stoxx50 waren die Aktien von Fortis mit einem Kursrutsch von 19,4 Prozent auf 10,20 Euro das Schlusslicht. Der belgisch-niederländische Finanzkonzern muss sein Kapital um mehr als acht Milliarden Euro aufbessern. Der Stoxx-Bankenindex fiel um 4,4 Prozent. In Frankfurt verloren Commerzbank 4,6 Prozent, Deutsche Bank 3,3 Prozent.
Die Aktien des Hypothekenfinanzierers Hypo Real Estate brachen um 7,3 Prozent ein, nachdem der Finanzinvestor JC Flowers seinen Einstieg abgeschlossen hat. Dabei wurden Flowers mit rund 47 Prozent deutlich mehr Aktien angedient, als der Investor mit knapp 25 Prozent übernehmen wollte. Damit dürften viele Aktien wieder auf den Markt kommen. Die Aktien der Deutschen Börse verloren 6,3 Prozent. Die von mehreren Banken geplante paneuropäische Aktienhandelsplattform Turquoise hatte am Vortag ihren Start für Mitte August angekündigt.
Zu den größten Verlierern im Leitindex zählen mit einem Abschlag von vier Prozent auch Adidas, die unter der Enttäuschung der Anleger über den Zwischenbericht des US-Konkurrenten Nike litten und vom Sieg der von ihr ausgerüsteten deutschen Nationalelf nicht profitieren konnten.

