Nach den Zinsentscheidungen in Europa haben die deutschen Aktienindizes ihre Kursgewinne am Donnerstagnachmittag abgegeben.
HB FRANKFURT/M. Nach den Zinsentscheidungen in Europa haben die deutschen Aktienindizes am Donnerstag ihre frühen Kursgewinne wieder abgegeben. Marktteilnehmern zufolge belasteten die Aussagen des Präsidents der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet zur Entwicklung der Inflation in Europa den Markt.
Der Leitindex Dax schloss mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 7 940,58 Zähler kaum verändert, das Tageshoch hatte bei 7 998,04 Zählern gelegen. Der MDAX der mittelgroßen Werte gab 0,57 Prozent auf 9 823,68 Punkte ab. Für den Tecdax ging es um 0,11 Prozent auf 978,31 Zähler abwärts.
Die Europäische Zentralbank habe mit der Anhebung ihrer Inflationsprognose für 2008 Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkungen zerstört, sagte Aktienstratege Ralf Zimmermann von Sal. Oppenheim. Das habe die Stimmung der Marktteilnehmer entsprechend gedämpft.
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RWE-Aktien markierten im Handelsverlauf bei 98,08 Euro neues Rekordhoch und schlossen mit einem Plus von 1,49 Prozent auf 97,59 Euro als zweitstärkster Wert im Dax. Merck KGaA verloren hingegen am Ende des Leitindex 2,91 Prozent auf 87,90 Euro. Händlern zufolge belastete den Titel die EU-Zulassung des Erbitux-Konkurrenzmittels Vectibix des US-Pharmaunternehmens Amgen.
Postbank-Aktien verloren nach Aussagen vom Investorentag des Instituts 1,47 Prozent auf 58,88 Euro. „Die langfristigen Ziele liegen einen Tick über den Erwartungen - kurzfristig hat sich die Bank aber etwas vorsichtiger gezeigt“, sagte Marktstratege Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel.
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Autowerte gerieten unter Druck, nachdem der Verband der Automobilindustrie (VDA) erneut seine Prognose gesenkt hatte. Daimler-Papiere verloren 1,76 Prozent auf 68,20 Euro, Volkswagen gaben 1,62 Prozent auf 157,56 Euro ab, BMW sanken um 0,41 Prozent auf 41,12 Euro.
Im MDax gaben Beiersdorf-Aktien nach einem negativen Analystenkommentar um 2,05 Prozent auf 53,92 Euro ab. DEUTZ-Papiere legten dagegen um 1,96 Prozent auf 7,30 Euro zu, nachdem die Analysten der WestLB den Titel in einer Ersteinschätzung positiv bewertet hatten. Premiere-Aktien gewannen an der Spitze des MDAX 2,83 Prozent auf 11,62 Euro.
Lesen Sie weiter auf Seite 3: Nach Indexumstellungen rückten einige Werte der zweiten Reihe in den Blick
Nach Indexumstellungen rückten einige Werte der zweiten Reihe in den Blick. Gildemeister wird Techem zum 27. Dezember im MDax ersetzen, Centrotherm wird im Tecdax den Platz von GPC Biotech einnehmen.
Techem-Papiere zählten mit einem Minus von 2,26 Prozent auf 60,60 Euro zu den schwächsten MDax-Werten, GPC-Papiere sackten im Technologie-Index um 8,65 Prozent auf 3,17 Euro ab. Centrotherm-Titel verloren 0,37 Prozent auf 57,14 Euro, Gildemeister kletterten um 2,03 Prozent auf 17,60 Euro.
Der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 schloss unterdessen mit einem Plus von 0,11 Prozent auf 4414,66 Zähler. Die Börsen in Paris und London gingen uneinheitlich aus dem Handel. Der Dow Jones zeigte sich zu Börsenschluss in Europa freundlich.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,05 (Vortag: 4,03) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,05 Prozent auf 117,42 Punkte. Der Bund Future verlor 0,37 Prozent auf 115,18 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4554 (1,4720) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6871 (0,6793) Euro.
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