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18.07.2008 
Wall Street beendet beste Handelswoche seit drei Monaten uneinheitlich

Dow Jones legt leicht zu, Nasdaq verliert

Die US-Börsen haben zum Wochenende uneinheitlich geschlossen. Vor allem Technologie-Werte wie Google, Microsoft und AMD sorgten am Freitag für Ernüchterung an den Märkten. Die größte US-Bank Citigroup ließ aber mit einem geringer als erwartet ausgefallenen Verlust Hoffnungen auf ein Ende der Finanzkrise aufkeimen und trieb den Dow nach oben.

Wall Street. Foto: ArchivLupe

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,44 Prozent fester bei 11.496 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 11.381 und 11.510 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index blieb beinahe unverändert bei 1260 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hingegen verlor 1,28 Prozent auf 2282 Punkte.

In seiner besten Handelswoche seit drei Monaten ergab sich für den Dow im Wochenverlauf ein Plus von 3,55 Prozent. Der S&P legte 1,7 Prozent zu und die Nasdaq kletterte 1,95 Prozent.

"Der Markt ist heute sehr uneinheitlich, durch alle Finanz- und Technologiewerte hindurch. Durch die besser als erwarteten Zahlen von Citigroup tendieren die Finanzwerte heute etwas höher. Aber auf der anderen Seite gibt es auch große Enttäuschungen auf dem Technologiesektor, was Sorgen bereitet", sagte Paul Nolte, Analyst bei Hinsdale Associates.

Zu den großen Verlierern bei den führenden US-Technologie- und IT-Konzernen gehörte nach enttäuschenden Zwischenergebnissen der Chiphersteller AMD. AMD-Aktien gingen 12,3 Prozent in den Keller.

Auch der Internetriese Google mit seinem größten prozentualen Eintagesverlust seit Börsengang im Jahr 2004 und der Softwaregigant Microsoft mit seinem größten prozentualen Verlust seit zwei Jahren enttäuschten die Börsianer. Mit ihren Quartalszahlen oder den Prognosen blieben beide hinter den Erwartungen von Analysten und Investoren zurück. Google-Papiere fielen zum Handelsschluss um rund 9,8 Prozent, Microsoft-Titel um sechs Prozent. Gegen den Trend legten hingegen IBM-Aktien 2,7 Prozent zu.

Zwar riss die weltweite Finanzkrise im Frühjahr neue Milliardenlöcher in die Bilanz der US-Großbank Citigroup. Der Quartalsverlust fiel mit 2,5 Milliarden Dollar aber nicht so hoch aus wie an den Märkten befürchtet. Angeführt von den zuletzt arg gebeutelten Banktiteln zogen die Aktienkurse nach Bekanntwerden der Zahlen weltweit an. Citigroup-Papiere notierten 7,7 Prozent fester.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,71 Milliarden Aktien den Besitzer. 1686 Werte legten zu, 1459 gaben nach und 81 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,28 Milliarden Aktien 1263 im Plus, 1567 im Minus und 120 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 27/32 auf 98-06/32. Sie rentierten mit 4,099 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 26/32 nach auf 95-13/32 und hatten eine Rendite von 4,662 Prozent.

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