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15.10.2008 
Marktbericht New York

Dow Jones schließt im Minus

Das Ende der Euphorie: Trotz guter Nachrichten aus dem Finanzministerium hat sich die Stimmung an der Wall Street deutlich abgekühlt. Konjunktursorgen bealsteten die US-Märkte und sorgten nach einem guten Start letztlich für ein Minus.

Lupe

HB NEW YORK. Nach den Rekordsprüngen vom Montag haben die Kurse an der Wall Street am Dienstag wieder nachgegeben. In New York wich die anfängliche Freude über den Einstieg der US-Regierung bei heimischen Banken im Verlauf den wieder aufkommenden Sorgen über die weltweite Konjunkturabschwächung. Die Investoren befürchteten einen Abschwung, der auch die Ergebnisse der Unternehmen belasten dürfte, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,8 Prozent im Minus bei 9310 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,53 Prozent auf 998 Zähler. Beide Indizes hatten zu Handelsbeginn noch mehrere Prozent im Plus gelegen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte gar 3,5 Prozent ein und schloss bei 1779 Punkten.

Am Montag hatten die US-Börsen auf die Bekanntgabe der staatlichen Rettungspläne mit Rekordgewinnen reagiert. Alle drei Leitindizes legten mehr als elf Prozent zu, nachdem am Freitag eine der verlustreichsten Börsenwochen in New York Geschichte überhaupt zu Ende gegangen war.

Zu den Gewinnern zählten am Dienstag erneut Bankentitel. Citigroup legten 18,2 Prozent zu. Die Anteilsscheine der Bank of America gewannen rund 16,4 Prozent. Auch die Aktien von Goldman Sachs stiegen um rund zehn Prozent. „Jetzt schauen sich die Leute an, wie viel Schaden die Finanzkrise in der Wirtschaft und bei den Quartalszahlen hinterlassen hat“, sagte Alan Lancz von Alan B. Lancz & Associated.

Viele andere Titel litten unter zunehmenden Sorgen über die Konjunktur. Die Anteilsscheine des Getränkekonzerns Pepsi fielen um fast zwölf Prozent, nachdem der Firmenchef am Montag sagte, eine Vorhersage für 2009 zu machen sei momentan nicht vernünftig.

Vor Bekanntgabe der Quartalszahlen nach Börsenschluss am Dienstag fielen die Aktien des Chipherstellers Intel um über sechs Prozent. Auch die Anteilsscheine des Software-Herstellers Microsoft gerieten unter Druck und notierten rund 5,5 Prozent tiefer. Der PC-Hersteller Dellmusste einen Kurseinbruch von 7,4 Prozent bei seinen Aktien hinnehmen. „Technologiewerte sind wirtschaftlich empfindlich. (...) Ich denke, es wird jetzt schwierig werden, weil wir auf die Konzernzahlen schauen. Die Prognosen sind wohl zu hoch und müssen heruntergeschraubt werden“, sagte Lancz.

Die Papiere von Johnson & Johnson (J&J) konnten dagegen rund 2,1 Prozent zulegen. Der US-Konzern fährt dank eines starken Geschäfts mit Medizingeräten und Gesundheitsprodukten weiter satte Gewinne ein. Das Unternehmen erhöhte nach einem überraschend kräftigen Ergebnisanstieg im dritten Quartal erneut seine Prognose für das laufende Jahr.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,87 Mrd. Aktien den Besitzer. 1727 Werte legten zu, 1460 gaben nach und 34 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,89 Mrd. Aktien 889 im Plus, 1785 im Minus und 82 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 50/32 auf 99-13/32. Sie rentierten mit 4,073 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 84/32 auf 103-21/32 und hatten eine Rendite von 4,281 Prozent.

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