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14.10.2008 
Marktberichte: Dow Jones und Nikkei

Historisches Plus in Tokio und New York

Nach den Rekordgewinnen an der Wall Street haben die staatlichen Rettungspläne für die kriselnde Finanzbranche auch den Nikkei angetrieben. Die Börse in Tokio beendete den Handel mit dem höchsten Tagesgewinn ihrer fast 60-jährigen Geschichte.

Blick auf die Wall Street in New York. Foto: dpaLupe

Blick auf die Wall Street in New York. Foto: dpa

HB NEW YORK. Die japanische Börse hat nach einem Feiertag am Montag heute nahtlos an das Kursspektakel der anderen internationalen Börsen angeknüpft. Der Tokioter Leitindex Nikkei-225 gewann bis zum Handelsschluss 14 Prozent und stieg um 1 171 Punkte auf 9 448 Zähler. So stark war die japanische Börse in ihrer fast 60-jährigen Geschichte noch nie an einem Tag gestiegen. Gesucht waren vor allem Bankenwerte, aber auch die Aktien von exportorientierten Unternehmen wie Toyota und Sony, die jeweils zweistellige Kursgewinne verzeichneten. Wegen der hohen Gewinne waren manche Titel zeitweise vom Handel ausgesetzt.

Gewaltige Unterstützung für die Kurse in Tokio lieferten die US-Börsen, an denen die Anleger ebenso wie zuvor in Europa euphorisch auf die staatlichen Rettungspläne reagiert hatten. Dow Jones und S&P 500 gingen am Montag mit den höchsten Punktzuwächsen ihrer Geschichte aus dem Handel, der Nasdaq legte so stark zu wie seit 2001 nicht mehr zu. Alle drei Leitindizes schossen dabei um mehr als elf Prozent in die Höhe, nachdem am Freitag eine der verlustreichsten Börsenwochen in New York zu Ende gegangen war. Händler sprachen von einem regelrechten Aufatmen unter Börsianern. Die von zahlreichen Regierungen und Notenbanken beschlossenen Hilfsmaßnahmen würden das gegenseitige Vertrauen im Bankensektor wieder herstellen. Vor allem Finanzwerte zählten zu den Gewinnern. Die Aktien von Morgan Stanley sprangen um rund 87 Prozent in die Höhe.

Mit einem staatlichen Rettungspaket sorgte auch die japanische Regierung vor Börsenbeginn in Tokio für zusätzliche Zuversicht. Wie das japanische Finanzministerium mitteilte, plant es ebenfalls staatliche Finanzspritzen für Banken. Zudem wird in Erwägung gezogen, den Verkauf von Papieren in Staatsbesitz auf dem Zweitmarkt vorübergehend zu stoppen. Daneben soll ein Programm zur Absicherung von Lebensversicherungen über April 2009 hinausgehen, Aktienrückkaufprogramme von Unternehmen sollen freigegeben werden und Regeln zur Offenlegung von Leerverkäufen ausgeweitet werden.

Die Papiere von Mitsubishi UFJ verteuerten sich um 14 Prozent. Die japanische Großbank hatte am Montag ihren Einstieg über neun Milliarden Dollar bei dem US-Institut Morgan Stanley besiegelt. Bei den Exporttiteln schossen die Aktien des Autobauers Toyota um mehr rund 15 Prozent empor, die Titel des Elektronikgiganten Sony gewannen knapp 17 Prozent.

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