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30.06.2008 
Marktbericht USA

Dow stoppt die Talfahrt vorerst

Nach einer leichten Entspannung beim Ölpreis konnten die Standardwerte zwar ihre Talfahrt stoppen, die Technologietitel gaben jedoch weiter kräftig nach. Nach einem neuen Rekord von 143 Dollar am Morgen, gab der Preis für das "schwarze Gold" bis zum Abend wieder auf 140 Dollar nach. Die Halbjahresbilanz des Dow-Jones-Indexes enttäuschte dennoch.

Blick auf die New Yorker Wall Street. Foto: dpaLupe

Blick auf die New Yorker Wall Street. Foto: dpa

NEW YORK. Zum Handelsende wurde der Aktienmarkt wieder schwankungsanfälliger - Fondsmanager überarbeiten Börsianern zufolge traditionell ihre Portfolios zum Ende des Quartals und das sorge meist für Bewegung. Der Leitindex Dow Jones rettete ein Plus von 0,03 Prozent auf 11 350,01 Punkten bis zur Schlussglocke. Insgesamt lieferte der weltweit bekannteste Aktienindex aber eine enttäuschende Halbjahresbilanz ab. Seit Januar 2008 büßte der Dow Jones rund 14 Prozent ein. Der marktbreite S&P-500-Index gewann zum Handelsschluss 0,13 Prozent auf 1280,00 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite-Index unterdessen um 0,98 Prozent auf 2292,98 Zähler.

Nasdaq 100 sackte um 1,00 Prozent auf 1837,09 Zähler ab. Aktien des US-Pharmakonzerns Merck & Co legten im Dow Jones 1,92 Prozent auf 37,69 Dollar zu. Händler verwiesen weiterhin auf positive Daten einer klinischen Studie vom Freitag, die noch nachwirke. Das Migräne-Präparat Telcagepant habe eine deutlich bessere Schmerzlinderung gezeigt als ein Placebo, hatte Merck mitgeteilt.

Titel von Verizon Communications belegten mit einem Plus von 3,27 Prozent auf 35,40 Dollar den ersten Platz im Dow Jones. Die Mobilfunktochter Verizon Wireless bietet Händlern zufolge seinen Kunden ab sofort für 15 Dollar im Monat einen unbegrenzten Musik- Download-Service an.

Finanzwerte wurden weiterhin von den Anlegern stiefmütterlich behandelt. "Viele Investoren halten sich immer noch zurück und warten darauf, dass das Schlimmste vorübergeht", sagte ein Börsianer. So verloren Titel der American International Group 4,65 Prozent auf 26,46 Dollar, Citigroup-Aktien fielen um 2,84 Prozent auf 16,76 Dollar. Auch Papiere von JPMorgan und der Bank of America kamen unter Druck.

Die Aktien der viertgrößten US-Bank Wachovia verbilligten sich um 4,3 Prozent, nachdem die "New York Post" berichtet hatte, Prudential Financial könnte die Bank zwingen, ihren Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Wachovia Securities aufzukaufen.

Amerikanische Autotitel büßten vor den Absatzzahlen für Juni ebenfalls an Wert ein. General Motors (GM) verloren 0,43 Prozent auf 11,50 Dollar, während die Papiere von Konkurrent Ford Motor um 3,41 Prozent auf 4,81 Dollar abrutschten.

Zu den Gewinnern gehörten Papiere von H&R Block, die 2,8 Prozent zulegten. Der Steuerberater hatte ein besser als erwartetes Quartalsergebnis präsentiert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,61 Milliarden Aktien den Besitzer. 1269 Werte legten zu, 1898 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Milliarden Aktien 994 im Plus, 1902 im Minus und 116 unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 99-8/32. Sie rentierten mit 3,967 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 3/32 auf 97-21/32 und hatten eine Rendite von 4,518 Prozent. Der Kurs des Euro fiel unterdessen unter die Marke von 1,58 Dollar und kostete zuletzt 1,5742 Dollar.

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