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04.09.2008 
Marktbericht Börse New York

Dow stürzt ab

Rund drei Prozent im Minus: Alle drei US-Leitindizes haben am Donnerstag schwere Verluste verbucht. Grund sind Sorgen über die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt und eine Abkühlung der Weltwirtschaft. Dennoch gab es auch positive Nachrichten.

Lupe

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben wegen der anhaltenden Sorgen über eine Abkühlung der Weltwirtschaft sowie die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt am Donnerstag die schwersten Tagesverluste seit mehr als zwei Monaten verzeichnet. Alle drei wichtigen Indizes in New York fielen rund drei Prozent. Ausschlaggebend war vor allem ein Bericht des US-Arbeitsministeriums, wonach die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend angestiegen war. Zudem bauten die US-Firmen laut der privaten Arbeitsagentur ADP im August 33 000 Stellen ab, mehr als erwartet. Dadurch stieg bei den Anlegern die Nervosität vor der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts der Regierung am Freitag.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,99 Prozent schwächer bei 11 188 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 11 176 und 11 532 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab ebenfalls 2,99 Prozent auf 1236 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq büßte 3,2 Prozent auf 2259 Punkte ein. Für den Nasdaq-Index und den S&P bedeutete dies den vierten Tagesverlust in Folge. Der Dow war am Vortag mit einem leichten Plus aus dem Handel gegangen. In Frankfurt schloss der Dax am Donnerstag 2,9 Prozent tiefer bei 6279 Zählern.

Für schlechte Stimmung auf dem New Yorker Parkett sorgte auch eine Mitteilung des US-Konzerns Terex. Der Hersteller von Ausrüstung für die Bau- und Bergbaubranche senkte seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2008 und begründete dies unter anderem mit einer schwächeren Nachfrage in Westeuropa. Die Terex-Aktie brach um knapp 20 Prozent ein. Auch die Aktie des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar verlor 5,6 Prozent.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Anleger zudem die Entwicklungen bei Boeing: Die größte Gewerkschaft des Flugzeugbauers lehnte im Mechaniker-Tarifstreit ein Angebot des Unternehmens ab, verschob aber den Beginn eines geplanten Streiks, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen. Die Boeing-Aktie gab 4,6 Prozent nach. Bei den Technologiewerten verzeichneten die Aktien von Cisco Systems Verluste. Die Papiere des weltgrößten Netzwerkausrüsters fielen 4,4 Prozent. Die Titel des BlackBerry-Herstellers Research in Motion (RIM) verloren 6,4 Prozent. Die Wal-Mart-Aktie beendete den Handel nahezu unverändert, nachdem sie im Verlauf zeitweise über ein Prozent im Plus notiert hatte. Grund waren die Umsatzzahlen des weltgrößten Einzelhandelskonzerns, die für August überraschend deutliche Zuwächse zeigten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 533 Werte legten zu, 2584 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,35 Mrd. Aktien 557 im Plus, 2256 im Minus und 114 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 103-01/32. Sie rentierten mit 3,634 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 27/32 auf 103-27/32 und hatten eine Rendite von 4,269 Prozent.

Ein weiterer Bericht des Arbeitsministeriums zeigte indes, dass die Produktivität der US-Wirtschaft im zweiten Quartal stärker als erwartet stieg und die Lohnstückkosten entgegen der Erwartungen sanken.

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