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08.05.2008 
Marktbericht US-Börsen

Einzelhandel treibt Wall Street ins Plus

Die New Yorker Börsen haben am Donnerstag im Plus geschlossen. Grund waren erfreuliche Zahlen des Einzelhandels, starke Energiewerte, die von dem neuerlichen Rekordölpreis profitierten, und die Aktien von Bergbauunternehmen. Sie wurden durch die gestiegenen Preise für Gold, Silber und Platin gestützt.

Erfreuliche Umsatzszahlen des Einzelhandels beflügelten die Kurse an der Wall. Foto: apLupe

Erfreuliche Umsatzszahlen des Einzelhandels beflügelten die Kurse an der Wall. Foto: ap

HB NEW YORK. Für gute Stimmung sorgten auch eine unerwartet geringe Zahl von Arbeitslosenanträgen, die signalisierten, dass es um den US-Arbeitsmarkt offenbar nicht so schlecht steht wie befürchtet. Finanztitel verbuchten dagegen Verluste.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 12 866 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12 794 und 12 909 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss ebenso 0,4 Prozent höher bei 1397 Zählern, der Index der Technologiebörse Nasdaqstieg um 0,5 Prozent auf 2451 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax kaum verändert mit 7071 Zählern.



Zu den Gewinnern gehörten die Papiere von Ölkonzernen, die von einem über 124 Dollar je Fass liegenden Ölpreis profitierten. Aktien von Exxon Mobil schlossen gut ein Prozent im Plus, die Papiere von Energiedienstleisters Schlumberger gar 3,5 Prozent. Auch Technologiewerte verbuchten Gewinne, nachdem Merrill Lynch-Vertreter die Aktien einiger großer Unternehmen als unterbewertet bezeichnet hatte. Der US-Computerhersteller Apple legte 1,4 Prozent zu und führte die Gewinner im Nasdaq an, Intel ging mit einem Zuschlag von einem Prozent aus dem Handel. Unternehmen wie der Aluminiumkonzern Alcoa und Freeport McMoRan Copper & Gold profitierten von gestiegenen Metallpreisen. Die Alcoa-Aktie notierte über vier Prozent im Plus, Freeport McMoRan über drei Prozent.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wal Mart übertrifft Erwartungen

Der weltgrößte Einzelhändler Wal Mart verkaufte im April auf vergleichbarer Basis 3,2 Prozent mehr. Experten hatten lediglich ein Plus von zwei Prozent erwartet. Die Börse honorierte den Anstieg deshalb mit einem Kursanstieg von 0,6 Prozent.

"Hier ändert sich ganz allgemein die Stimmung", sagte Cleveland Rueckert von Birinyi Associates in Connecticut. "Die Leute denken, die US-Wirtschaft und auch andere Märkte weltweit sind gar nicht in so schlechter Verfassung."

Verluste verzeichneten am Donnerstag dagegen Finanztitel, nachdem die Börsenaufsicht SEC striktere Regeln für Investmentbanken angekündigt hatte. Die SEC will die Banken nach dem Notverkauf von Bear Stearns zu mehr Transparenz bewegen. Die Aktien von JPMorgan fielen über ein Prozent, Morgan Stanley-Papiere 1,5 Prozent. Die Aktie der zweitgrößten US-Bank Bank of America schloss 1,8 Prozent im Minus.

Auch auf der Verliererseite standen die Titel von Barr Pharmaceuticals: Der US-Arzneimittelhersteller schockte die Märkte mit einer Gewinnwarnung, die Aktien verloren 23 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,21 Mrd. Aktien den Besitzer. 1797 Werte legten zu, 1300 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Mrd. Aktien 1482 im Plus, 1307 im Minus und 148 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 24/32 auf 100-25/32. Sie rentierten mit 3,780 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 34/32 auf 97-08/32 und hatten eine Rendite von 4,544 Prozent.

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