Der weltgrößte Einzelhändler Wal Mart verkaufte im April auf vergleichbarer Basis 3,2 Prozent mehr. Experten hatten lediglich ein Plus von zwei Prozent erwartet. Die Börse honorierte den Anstieg deshalb mit einem Kursanstieg von 0,6 Prozent.
"Hier ändert sich ganz allgemein die Stimmung", sagte Cleveland Rueckert von Birinyi Associates in Connecticut. "Die Leute denken, die US-Wirtschaft und auch andere Märkte weltweit sind gar nicht in so schlechter Verfassung."
Verluste verzeichneten am Donnerstag dagegen Finanztitel, nachdem die Börsenaufsicht SEC striktere Regeln für Investmentbanken angekündigt hatte. Die SEC will die Banken nach dem Notverkauf von Bear Stearns zu mehr Transparenz bewegen. Die Aktien von JPMorgan fielen über ein Prozent, Morgan Stanley-Papiere 1,5 Prozent. Die Aktie der zweitgrößten US-Bank Bank of America schloss 1,8 Prozent im Minus.
Auch auf der Verliererseite standen die Titel von Barr Pharmaceuticals: Der US-Arzneimittelhersteller schockte die Märkte mit einer Gewinnwarnung, die Aktien verloren 23 Prozent.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,21 Mrd. Aktien den Besitzer. 1797 Werte legten zu, 1300 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Mrd. Aktien 1482 im Plus, 1307 im Minus und 148 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 24/32 auf 100-25/32. Sie rentierten mit 3,780 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 34/32 auf 97-08/32 und hatten eine Rendite von 4,544 Prozent.

