Die in der Vorwoche schlecht gelaufenen Aktien von Volkswagen setzten sich mit plus 2,36 Prozent auf 183,28 Euro an die Dax-Spitze. Der Autobauer holt sich mit Christian Klingler einen weiteren Porsche-Mann nach Wolfsburg. Ein Analyst sagte, der Kursanstieg von VW liege weniger bei Klingler, der ab August Vertriebsvorstand der Marke VW wird, da andere Autowerte wie Continental mit plus 2,30 Prozent und BMW mit plus 1,19 Prozent am Nachmittag ebenfalls kräftig gestiegen seien.
Nach einer Bestätigung der Einsparziele durch Vorstandschef Jürgen Großmann gewannen die Aktien des Versorgers RWE 2,10 Prozent auf 80,23 Euro. Das sei zwar nichts Neues, doch im zurzeit negativen Umfeld würden Großmanns Äußerungen, bis 2010 eine Milliarde Euro einsparen zu wollen, als erfreuliche Nachricht gewertet, hieß es von verschiedenen Seiten. Die Telekom-Aktie gewann 0,78 Prozent auf 10,40 Euro. Händlern und Analysten zufolge stützten Aussagen des Konzernchefs René Obermann, dass die Deutsche Telekom bislang keine negativen Auswirkungen der Spitzelaffäre auf das laufende Geschäft spüre, den Kurs.
Die Anteilsscheine von REpower Systems stiegen im TecDax nach Zahlenvorlage um 1,77 Prozent auf 211,78 Euro. Der Windanlagen-Hersteller hat im Rumpfgeschäftsjahr 2008 von der hohen Nachfrage nach Windenergieanlagen profitiert und bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bis März 2009 wurden bestätigt.
Der EuroSTOXX 50 ging mit plus 0,38 Prozent auf 3 352,81 Zähler aus dem Handel. In Paris wurden leichte Gewinne verzeichnet, in London schloss die Börse fest. In den USA tendierten die wichtigsten Börsen zum europäischen Handelsschluss im Plus.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,68 (Freitag: 4,60) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,35 Prozent auf 113,93 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,29 Prozent auf 111,62 Punkte. Der Kurs des Euro stieg im Tagesverlauf und zeigte sich bis zum Abend dann kaum verändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,5764 (Freitag: 1,5748) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6344 (0,6350) Euro.

