Zu den schlechten Nachrichten über die Entwicklung am Immobilienmarkt gehörten die Daten zum Verkauf neuer Eigenheime. Sie wiesen für den Juni einen überraschend starken Rückgang um 6,6 Prozent aus. Der Immobilienmarkt-Boom war in den vergangenen Jahren der wichtigste Antrieb für die US-Konjunktur gewesen. Mit steigenden Zinsen stürzte die Branche in eine Krise und drückt auch die Stimmung an den Finanzmärkten.
Zudem wiesen mit D.R. Horton
und Beazer Homes zwei weitere Baufirmen Quartalsverluste aus. Sie folgten damit dem Rivalen Pulte. Die Aktien der drei Firmen verloren zwischen 1,8 und 8,7 Prozent. Der Kurs des Baukonzerns WCI stürzte 12,8 Prozent ab, nachdem WCI erklärte, die Immobilien-Krise erschwere seine Suche nach einem Übernahme-Interessenten.
Finanzwerte gerieten ebenfalls in den Hausbau-Sog sowie die Sorgen über zunehmende Finanzierungsprobleme bei Fusionen, die zuletzt zu den Höhenflügen an den Aktienmärkten beigetragen hatten. Aktien von JP Morgan
und Citigroup
gaben mehr als 2,5 Prozent nach.
Zu den Tagesverlierern gehörte auch der Mineralölkonzern Exxon
Mobil, der im im zweiten Quartal weniger als erwartet verdiente. Seine Aktie fiel um 4,3 Prozent. US-Leichtöl hatte sich zwischenzeitlich um 1,2 Prozent verteuert, gab im Handelsverlauf aber rund einen Dollar nach und kostete zu Börsenschluss 74,85 Dollar. Marktbeobachter sagten, die Kursverluste an der Börse deuteten auf eine Abschwächung der Wirtschaft und damit der Benzin-Nachfrage hin.
Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Ford
und Apple
. Beide Firmen hatten unerwartet gute Zahlen vorgelegt.
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An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,78 Mrd. Aktien den Besitzer. 317 Werte legten zu, 3066 gaben nach und 73 blieben unverändert. An der Nasdaq
schlossen bei Umsätzen von 3,4 Mrd. Aktien 541 im Plus, 2543 im Minus und 79 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 26/32 auf 97-23/32. Sie rentierten mit 4,794 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 31/32 auf 96-24/32 und hatten eine Rendite von 4,961 Prozent. Der Euro notierte mit 1,3747 Dollar gegenüber 1,3718 Dollar am Vortag.

