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08.10.2008 
Kurssturz an den asiatischen Börsen

Nikkei verliert fast 1 000 Punkte

Der Wertverfall an den internationalen Börsen beschleunigt sich. In Japan brach der Leitindex um 9,4 Prozent ein und fiel auf 9 203 Punkte. Noch stärker rutschte die Toyota-Aktie ab.

HB TOKIO/JAKARTA. Mit einem neuen Einbruch hat der japanische Nikkei-Index gestern die Anleger in Fernost geschockt. Der Tokioter Leitindex verlor 9,4 Prozent bzw. 952 Punkte und beendete den Handel bei 9 203 Punkten. Innerhalb weniger Tage ist der Nikkei damit um rund 2 500 Punkte gefallen.

„Die sich verschlechternden Wirtschaftsaussichten und die immer tiefer gehende Finanzkrise bringen nahezu überbordende Sorgen mit sich“, sagte der Fondsmanager von Ichiyoshi Investment Management Mitsushige Akino. „Niemand kauft, auch wenn die Aktien billig bewertet sind.“

Die Bank of Japan (BoJ) hatte zuvor ihren Ausblick für die Entwicklung des Geschäftsklimas und der Anlageinvestitionen gesenkt. „Das Geschäftsklima ist noch vorsichtiger geworden“, heißt es in dem aktuellen Monatsbericht der Notenbank für Oktober. „Angesichts dieser Lage sind die Anlageinvestitionen weiter gesunken“. Die Binnennachfrage wird der BoJ zufolge wahrscheinlich schwach bleiben.

Die Herabstufung folgte auf den jüngsten Tankan-Bericht, nach dem sich die Wirtschaftsstimmung in der japanischen Industrie stärker als erwartet eingetrübt hatte. Der Index für Großunternehmen der Industrie verringerte sich auf minus 3 von plus 5 im vorigen Tankan-Bericht. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf minus 1 prognostiziert. Damit wurde zum ersten Mal seit 2003 ein negativer Wert ermittelt.

Angesichts eines weiterhin starken Yens und der trüben weltweiten Konjunkturperspektiven gaben Exportwerte besonders stark nach. Papiere des Autoherstellers Toyota verloren fast 12 Prozent. Hier belasteten Berichte über eine Gewinnwarnung zusätzlich. Der weltgrößte Autobauer prüft Kreisen zufolge eine Senkung seiner Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Grund seien flaue Absatzzahlen in den Industriestaaten, geringere Zuwächse in Wachstumsmärkten sowie der starke Yen, hieß es am Mittwoch aus Firmenkreisen.

Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete, Toyota werde 40 Prozent weniger Gewinn machen als im Vorjahr und damit sowohl die eigenen Erwartungen als auch die Prognosen der Analysten verfehlen. Das Unternehmen dementierte den Bericht und bekräftigte seine Prognosen, konnte die Börsen damit aber nicht mehr beeinflussen.

Das wichtigste indonesische Börsenbarometer JSX stürzte am Mittwoch um mehr als zehn Prozent ab. Die Börse in Jakarta setzte daraufhin den Handel aus. In Seoul fiel der Koreanische Aktienpreis-Index (Kospi) zeitweilig um bis zu 3,5 Prozent. Der Dow-Jones-Index hatte in New York am Vortag mehr als 500 Punkte verloren und mit 9 447,11 Punkten geschlossen, dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

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