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10.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 16:17 Uhr 
Marktbericht New York

Nur der Dow schließt im Plus

Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der sinkende Ölpreis und eine Heraufstufung von Coca-Cola sorgten beim Dow Jones für leichte Gewinne, während Zinsängste S&P 500 und Nasdaq ins Minus drückten. Auslöser der Sorgen war die Kampfansage von US-Notenbankchef Ben Bernanke an die Inflationsgefahr.

Während der Dow im Plus schloss, mussten andere Indizes Verluste hinnehmen. Foto: dpaLupe

Während der Dow im Plus schloss, mussten andere Indizes Verluste hinnehmen. Foto: dpa

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Handelsschluss um 0,08 Prozent auf 12 289 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 12 206 und 12 369 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor dagegen 0,24 Prozent auf 1358 Zähler hinzu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,43 Prozent tiefer bei 2448 Punkten. In Deutschland belasteten die Aussicht auf steigende Zinsen in Europa und den USA und die Sorge vor einer Verschärfung der Finanzkrise den Handel: Der Dax schloss 0,65 Prozent tiefer bei 6771 Zählern.

Die Aktien von Coca-Cola waren der größte Gewinner im Dow: Die in Krisenzeiten als relativ sichere Anlage geltenden Papiere verbuchten ein Plus von 3,9 Prozent, nachdem die Deutsche Bank ihre Einschätzung der Papiere erhöht hatte. Die Papiere des Rivalen PepsiCo kletterten um 3,4 Prozent, nachdem der Konzern ankündigt hatte, in der kommenden Woche seine Gewinnprognose für 2008 zu bestätigen.

Im Technologiesektor gewannen die Titel von Apple einen Tag nach der Vorstellung des neuen iPhone-Modells 2,2 Prozent hinzu, nachdem Lehman Brothers und Citigroup ihre Preisziele für die Aktie angehoben hatten. Zu den Verlierern gehörten dagegen die Titel von Halbleiterproduzenten und Softwareentwicklern.

Analysten zufolge könnte die Warnung Bernankes, die US-Notenbank werde sich mit aller Macht gegen die Teuerung stemmen, ein Signal für steigende Kreditkosten sein. Die Äußerungen des Fed-Chefs hatten bereits für große Unruhe bei Börsianern in Asien und Europa gesorgt. „Bernanke schließt die Tür zu weiteren Zinssenkungen“, sagte Steve Goldman von Weeden & Co in Greenwich, Connecticut. Angesichts der prekären Lage auf dem Immobilienmarkt und im Finanzsektor könne dies jedoch mehr ein Maßhalteappell als Realität sein.

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel auf 131,75 Dollar und zog damit die Titel von Ölkonzernen nach unten. Die Aktien von Chevron schlossen 2,4 Prozent tiefer, die Papiere von Exxon Mobil verbilligten sich um 1,3 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,39 Mrd. Aktien den Besitzer. 1085 Werte legten zu, 2077 gaben nach und 83 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Mrd. Aktien 1184 im Plus, 1636 im Minus und 134 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 22/32 auf 98-4/32. Sie rentierten mit 4,107 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 27/32 auf 94-27/32 und hatten eine Rendite von 4,698 Prozent.

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