Aus der Finanzbranche gab es nach den guten Zahlen von der Bank of America vom Montag erneute positive Zeichen. Wachovia erlitt in den vergangenen drei Monaten zwar einen Verlust von 8,86 Mrd. Dollar und kündigte eine Dividendenkürzung an. Jedoch erklärte das Unternehmen, keine Kapitalerhöhung zu benötigen und genügend Vermögenswerte in der Hinterhand zu haben. Das beruhigte die Märkte und ließ die Wachovia-Papiere nach einem anfänglichen Kursrutsch mit einem satten Plus von 27 Prozent aus dem Markt gehen. Ganz anders American Express: Der Konzern warf die Prognose für das laufende Jahr über den Haufen, die Titel gaben um 7,1 Prozent auf 37,99 Dollar nach.
Enttäuschende Geschäftsprognosen kamen hingegen aus der Technologiebranche, welche die Börsen im frühen Handel ins Minus drückten. Der erfolgsverwöhnte Mac-, iPhone- und iPod-Hersteller Apple wird nach eigener Schätzung im laufenden Vierteljahr ein Viertel weniger verdienen als an der Wall Street erwartet. Angesichts der Wirtschaftsflaute sind sich die Börsianer deshalb nicht mehr so sicher, ob Apple in Zukunft wie gewohnt die eigenen Geschäftsprognosen übertrumpfen kann. Da half auch ein kräftiger Gewinnanstieg im vergangenen Quartal nichts: Die Apple-Aktie fiel um drei Prozent.
Auch der Chiphersteller Texas Instruments sprach angesichts eines Gewinnrückgangs von einer Abschwächung der Geschäfte. Die Aktie stürzte um knapp 15 Prozent ab. An den europäischen Börsen hatte bereits ein trüber Ausblick des Mobilfunk-Giganten Vodafone die Aktien der gesamten Telekom-Branche auf Talfahrt geschickt.
An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,57 Mrd. Aktien den Besitzer. 2227 Werte legten zu, 926 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,56 Mrd. Aktien 1912 im Plus, 926 im Minus und 102 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 98-02/32 nach. Sie rentierten mit 4,116 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 28/32 auf 95-07/32 und hatten eine Rendite von 4,675 Prozent.

