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14.08.2008 
Marktbericht: Börse New York

Ölpreis und Finanztitel tragen US-Börsen ins Plus

Nach einem schwachen Start haben die US-Börsen am Donnerstag ins Plus gedreht. Für den Trendwechsel sorgten insbesondere die Gewinne der Finanztitel, der weiter fallende Ölpreis. Auch Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung der US-Wirtschaft trugen zur guten Stimmung der Anleger bei.

Vor allem Finanztitel und der fallende Ölpreis sorgten für die Trendwende an den US-Börsen. Foto: dpaLupe

Vor allem Finanztitel und der fallende Ölpreis sorgten für die Trendwende an den US-Börsen. Foto: dpa

HB NEW YORK. Vor allem der fallende Ölpreis sorgte für Kauflaune. Händler versprachen sich davon mehr Luft für die Bürger bei Konsumausgaben. Positiv aufgenommen wurden zudem gute Nachrichten aus der Einzelhandelsbranche. Der weltgrößte Händler Wal-Mart legte bessere Zahlen vor als erwartet. Zu Handelsbeginn hatten überraschend schlechte Konjunkturdaten die Indizes noch ins Minus gedrückt. Eine Rekord-Inflationsrate sowie eine unerwartet hohe Zahl von Arbeitslosmeldungen ließen Befürchtungen vor schwachen Unternehmenszahlen in der Zukunft aufkommen. Händler hofften aber, dass damit der Höhepunkt des Preisauftriebs überschritten ist und baldige Zinserhöhungen daher ausbleiben. Davon profitierten dann vor allem Finanzwerte. An den amerikanischen Märkten keimten Händlern zufolge zudem vorsichtige Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung, die der US-Wirtschaft Rückenwind im Wettlauf mit Europa bescheren könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,72 Prozent höher auf 11 615 Punkte. Im Verlauf war er zwischen 11 450 und 11 718 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,55 Prozent auf 1292 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte um 1,03 Prozent auf 2453 Punkte zu. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent höher bei 6442 Zählern.

Der Ölpreis gab nach der Rally des Vortages zeitweise wieder um bis zu zwei Dollar pro Fass (159 Liter) nach. Die Hoffnung auf ein Anhalten der Waffenruhe im Kaukasus überdeckte die Sorge vor Lieferengpässen. Von der Konjunkturflaute profitierte der Einzelhandelsriese Wal-Mart, der seinen Nettogewinn im vergangenen Quartal um 17 Prozent steigern konnte: Klamme Kassen treiben immer mehr US-Bürger in seine vergleichsweise preiswerten Geschäfte. Die Wal-Mart-Aktie stieg um 0,4 Prozent. Eine vorsichtige Prognose für das laufende Quartal trübte jedoch die Nachricht vom Quartalsgewinn. Auch Technologietitel waren gefragt. Die Papiere von Research in Motion legten rund drei Prozent zu.

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