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14.12.2007 
Internationaler Aktienhandel

Schweizer Börse: Gewinne trotz enttäuschender Konjunkturdaten

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag nach Ausflügen ins negative Terrain in der Gewinnzone beendet. Am Morgen verlor die anfängliche Erholung rasch an Schwung, da Anschlusskäufe weitgehend ausblieben. Am Nachmittag sorgten dann die jüngsten US-Konjunkturdaten zum Teil für Ausschläge nach unten; der hiesige Markt erholte sich jedoch erstaunlich rasch von diesen Dämpfern und legte zusammen mit den amerikanischen Indizes vorübergehend deutlich zu, konnte diese Gewinne allerdings nicht ganz halten.

Die US-Verbraucherpreise waren im November vor dem Hintergrund einer kräftigen Verteuerung von Energie stärker gestiegen als erwartet. Die Industrieproduktion im November hat sich zwar erholt, die Daten wurden im Handel allerdings als Nullsummenspiel. bezeichnet, da die Zahlen für den Oktober herabrevidiert worden waren.

Bis Börsenschluss lag der SMI um 0,20 Prozent oder 17,50 Einheiten höher auf 8 675,86 Punkte. Der SLI legte 0,35 Prozent auf 1 319,19 Zähler zu, der SPI 0,21 Prozent auf 7 060,05 Punkte.

Unter den Bluechips schlossen die Bankenwerte weit an der Tabellenspitze, nachdem diese Werte im Verlauf teilweise noch deutlich unter Druck gestanden wareb. Julius Bär rückten +1,9 Prozent auf 96,35 Franken vor, UBS +1,8 Prozent auf 55,25 Franken und CS +0,4 Prozent auf 69,95 Franken.

Dagegen vermochten sich die Assekuranzwerte auch im späten Handel nicht vom negativen Branchensentiment zu distanzieren. Swiss Re (-0,7 Prozent auf 83,25 Franken), ZFS (-0,7 Prozent auf 337,75 Franken), Swiss Life (-0,3 Prozent auf 295,75 Franken) oder Baloise (-0,1 Prozent auf 117,00 Franken) zählten denn auch zu Börsenschluss zu den wenigen Verlieren.

Stark zeigen sich dagegen die Chemiewerte. Clariant rücken um +1,5 Prozent auf 10,66 Franken vor (Wochenplus 9,8 Prozent), die im SLI geführten Ciba um +1,4 Prozent auf 54,40 Franken. Gemäss Händlern profitierte der Chemiesektor von Spekulationen im Zusammenhang mit dem Joint Venture des Chemiekonzerns Dow Chemical mit einem kuwaitischen Ölunternehmen. Vor allem Ciba werde als mögliches Übernahmeziel für die Dow Chemial gehandelt, hieß es.

Auf der Gewinnerseite gingen auch die zyklischen und konjunktursensitiven Werte mit größeren Aufschlägen aus dem Handel. Die deutlichsten Avancen gab es dabei für Swatch (+1,4 Prozent auf 336,25 Franken), die bereits im Verlauf an der Spitze umgingen. Adecco (+0,7 Prozent auf 61,90 Franken), ABB (+0,6 Prozent auf 32,18 Franken), Holcim (+0,3 Prozent auf 124,00 Franken) und Richemont (+0,3 Prozent auf 76,55 Franken) rückten teilweise erst im späten Handel in die Gewinnzone auf.

Die Pharmawerte schlossen uneinheitlich. Während Roche (+0,5 Prozent auf 201,00 Franken) avancierten, verbilligten sich Novartis (+0,3 Prozent auf 63,60 Franken). Auch Schwergewicht Nestle fanden sich mit -0,5 Prozent auf 535,00 Franken im Minus.

Die größten Abschläge gab es zu Börsenschluss jedoch für Synthes (-1,1 Prozent auf 144,50 Franken); im SLI hielten Kühne und Nagel (-0,4 Prozent auf 115,00 Franken) die rote Laterne.

Im breiten Markt legten Kuoni nach dem Abgang von CEO Armin Meier 0,5 Prozent zu. Kommentiert wurde sein plötzlicher Abschied aber eher kritisch.

Biomarin (+33,7 Prozent) waren am Freitag äußerst gesucht. Nachdem das Unternehmen von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Marktzulassung für Kuvan-Tabletten erhalten hatte, zeigte sich Biomarin sehr zuversichtlich.

Schindler (+1,5 Prozent) zeigten sich wenig beeindruckt von der 34,7 Mill. Euro Busse, mit dem das Unternehmen in einem seit längerem laufenden österreichischen Kartellverfahren abgestraft wurde.

Von Roll zeigten sich nach der Vorlage des Pflichtangebotes durch die von Finck-Gruppe unverändert.

Implenia fielen wegen des Sieges über den ungeliebten Grossaktionär Laxey an der heutigen ausserordentlichen GV um 3,6 Prozent zurück. Laxey ist mit seinen Vorschlägen zur Statutenänderung nicht durchgedrungen, weshalb der Anteil der eingetragenen Stimmen von Laxey auf unter fünf Prozent beschränkt bleibt.

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