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18.04.2007 
Aktienmarkt Österreich

Schwergewichte drücken Wiener Index ATX nach unten

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der Austrian-Traded-Index (ATX) fiel 44,51 Punkte oder 0,95 Prozent auf 4 662,93 Einheiten. Der heimische Aktienmarkt notierte vom Start weg in der Verlustzone.

HB WIEN. Im Späthandel verlor er zusätzlich weiter an Boden, als die Schwergewichte tiefer ins Minus rutschten. Aufschläge bei Nebenwerten wie Schoeller-Bleckmann und Warimpex konnten dies nicht aufwiegen. Die Umsätze blieben trotz einer Fülle an Unternehmenszahlen und mehreren Analystenkommentaren gering.

Unter den Schwergewichten zeigten sich Voestalpine am stärksten belastet. Bei den Stahlwerten drückte die Schwäche des europäischen Stahlmarkts auf den Kurs, hieß es von Händlerseite. Voestalpine verringerten sich um 2,51 Prozent auf 50,40 Euro. Böhler-Uddeholm gaben nur leicht um 0,24 Prozent auf 72,0 Euro nach.

Die von der OMV und von internationalen Partnern geplante neue Gaspipeline "Nabucco" ist für den russischen Gasmonopolisten Gazprom vorerst nur eine "Idee". "Wir sehen noch kein Projekt", sagte ein Gazprom-Vorstand. Das Unternehmen habe daher auch "keine Haltung" zu "Nabucco". OMV verloren 2,32 Prozent auf 46,30 Euro (769 110 Stück).

Die Papiere der Banken gehörten ebenfalls zu den Verlierern. Die russische Raiffeisen International-Tochter hat am Mittwoch eine Bilanzsumme von mehr als acht Mrd. Euro berichtet. Damit ist sie die Nummer Sieben in Russland. Raiffeisen International fielen um 1,73 Prozent auf 102,90 Euro. Mitbewerber Erste Bank verschlechterte sich um 0,48 Prozent auf 59,79 Euro.

Telekom Austria schlossen um 0,72 Prozent tiefer bei 19,41 Euro . Die Analysten der Erste Bank haben das Anlagevotum "Hold" bestätigt und das Kursziel von 22 auf 21 Euro reduziert.

Bei Schoeller-Bleckmann kam es im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag zu deutlichen Aufschlägen. Händler zeigten sich ratlos ob der Aufschläge von 3,63 Prozent auf 48,50 Euro. Die Titel waren bereits am Vortag um mehr als drei Prozent gestiegen.

Warimpex erhöhten sich um 2,10 Prozent auf 12,15 Euro. RCB-Analyst Roman Herzog zufolge haben die Aktien des vor allem in Polen tätigen Immobilienentwicklers auf die Nachricht, dass Polen gemeinsam mit der Ukraine die Fußball-EM 2012 ausrichten wird, mit einer Kursrally reagiert - zwischenzeitlich legten die Papiere um mehr als zehn Prozent auf 12,15 Euro zu. "Das Unternehmen besitzt einige Hotels direkt in Warschau. Die EM wird sowohl die Zahl der Übernachtungen als auch die Preise nach oben treiben", sagte Herzog. Das wirke sich direkt positiv auf den Aktienkurs aus.

bwin legten um 1,32 Prozent auf 33,89 Euro zu. Im Verlauf waren die Aktien vorübergehend sogar bis auf 35,68 Euro nach oben geschossen. Martina Pasching, Aktienanalystin der Erste Bank, macht heutige Aussagen von CDU-Finanzpolitikern zur Liberalisierung des deutschen Sportwetten-Monopols für die deutlichen Kursgewinne der bwin-Aktien verantwortlich. Das Unternehmen berichtet am Donnerstag seine Bilanzzahlen 2006, die großteils im Markt bereits bekannt sind.

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