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23.09.2008 
Marktbericht: US-Börsen

Skepsis über Rettungsplan drückt die Kurse

Der US-Regierung ist es offenbar nicht gelungenen, mit ihrem 700-Milliarden-Rettungsplan die Anleger längerfristig zu beruhigen. Nach einem festen Start schlossen die US-Börsen am Dienstagabend deutlich im Minus. Vor allem die Finanz- und Rohstoffwerte litten unter der Unsicherheit.

Die Unsicherheit an der Wall Street konnte auch das Rettungspaket der US-Regierung nur vorübergehend dämpfen. Foto: dpaLupe

Die Unsicherheit an der Wall Street konnte auch das Rettungspaket der US-Regierung nur vorübergehend dämpfen. Foto: dpa

HB NEW YORK. Vor allem Finanz- und Rohstoffwerte verzeichneten Verluste. Auch der Mischkonzern General Electric musste schwere Kurseinbußen hinnehmen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent tiefer bei 10 854 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 10 833 und 11 143 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,6 Prozent auf 1188 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbuchte ein Minus von 1,2 Prozent bei 2153 Punkten.

Investoren befürchteten ein Tauziehen um die Einzelheiten des geplanten Hilfspakets der US-Regierung für den Finanzsektor. Unter der Leitung von Finanzminister Henry Paulson arbeiten Regierung, Notenbank und Kongress derzeit fieberhaft an einem Rettungspaket, mit dem faule Kredite aus den Büchern der Finanzinvestitionen getilgt werden sollen. Notenbank-Chef Ben Bernanke rief den Kongress dazu auf, das geplante Hilfspaket über 700 Mrd. Dollar rasch voranzutreiben, um "sehr ernsthafte Folgen" für die Wirtschaft zu verhindern.

Der Vorsitzende des Bankenausschusses, Christopher Dodd, bezeichnete den derzeitigen Vorschlag allerdings als "unakzeptabel". Eine Abstimmung könne noch mehrere Wochen dauern. Die Unsicherheit zog den Finanzsektor herunter, die Papiere der Bank of America schlossen 2,5 Prozent tiefer, JPMorgan-Aktien 0,6 Prozent im Minus.

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