Morgan Stanley stürzt erneut ab
Bei den Einzelwerten brachen die Aktien der Bank Morgan Stanley um mehr als 22 Prozent ein, die der Rivalin Goldman Sachs um mehr als zwölf Prozent. Die Ratingagentur Moody's hatte zuvor gewarnt, dass sie die Bonitätsbewertungen für die beiden Kreditinstitute senken könnte. Investoren fürchteten, dass beide Banken dadurch weitere Probleme bei der Beschaffung von frischem Kapital bekommen könnten.
Die Aktien von Bank of America, Citigroup und Wells Fargo gingen dagegen mit Aufschlägen aus dem Handel.
Zu den großen Verlierern gehörten Energiewerte. Der Preis für ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI fiel zeitweise unter 79 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit mehr einem Jahr. Händler werteten dies als Zeichen dafür, dass eine abschwächende Weltwirtschaft die Öl-Nachfrage weiter bremst. Aktien von Exxon verloren 8,3 Prozent, die von Chevron 9,7 Prozent.
Schlechte Konjunktur-Nachrichten bestätigten die Pessimisten: Die US-Exporteure verzeichneten im August den stärksten Umsatzrückgang seit mehr als vier Jahren. Die Importe schrumpften noch deutlicher.
Das Industrieschwergewicht General Electric konnte sich dem Abwärtssog entziehen. Die Aktien verteuerten sich um 13 Prozent, nachdem der Mischkonzern mit seinem Quartalsergebnis die Markterwartungen erfüllt hatte. Der Überschuss ging allerdings wegen der Finanzkrise um 22 Prozent auf 4,31 Milliarden Dollar zurück.
GE von Talfahrt leicht erholt
Auch die Titel des angeschlagenen US-Autobauers General Motors beendeten ihre Talfahrt. Der Konzern lehnte Gläubigerschutz als Weg aus der wirtschaftlichen Misere ab. Die Aktien erholten sich von ihrem tiefsten Fall seit fast 60 Jahren und legten 2,7 Prozent zu.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,95 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 122 Werte legten zu, 2 284 gaben nach und 40 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 4,16 Milliarden Aktien 1 356 im Plus, 1393 im Minus und 89 unverändert.
An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 25/32 auf 100-31/32. Sie rentierten mit 3,878 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 16/32 auf 106-08/32 und hatten eine Rendite von 4,131 Prozent.

