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11.08.2008 
Marktbericht: Börse New York

US-Börsen mit positivem Wochenstart

Erfreulicher Wochenauftakt an der Wall Street: Ein steigender Dollar hat die Kauflust ausländischer Investoren in den USA angeregt und den Ölpreis deutlich sinken lassen. Die US-Börsen konnten Kursgewinne verbuchen – auch dank des Online-Buchhändlers Amazon.

Blick auf die New Yorker Wall Street. Lupe

Blick auf die New Yorker Wall Street.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben zum Wochenauftakt Kursgewinne verbucht. Ein steigender Dollar regte die Kauflust ausländischer Investoren in den USA an und ließ den Ölpreis zum ersten Mal seit mehr als drei Monaten auf zeitweise unter 114 Dollar je Barrel sinken. Billigeres Rohöl ließ seinerseits auf dem Parkett Hoffnungen auf spendierfreudigere Verbraucher und Unternehmen aufkeimen. An der Nasdaq sorgte Amazon.com für einen Aufwärtstrend, da dem Online-Buchhändler von der Citigroup ein überraschend guter Absatz des elektronischen Lesegeräts Kindle prognostiziert wurde. Der iPhone-Hersteller Apple profitierte von einem regen Interesse seiner Kunden an im Internet angebotenen Programmen für das Handy.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 11 867 und einem Tief von 11 675 Zählern. Er verließ den Handel 0,4 Prozent im Plus bei 11 782 Punkten. Der S&P-500 legte 0,7 Prozent auf 1 305 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann gut ein Prozent auf 2 439 Stellen. Rohöl verbilligte sich um 0,70 Dollar auf 114,45 Dollar je Barrel.

Zunächst hatten noch die Sorgen über die Kämpfe im Kaukasus das Geschehen auf dem Parkett dominiert. Doch diese traten in den Hintergrund, der Ölpreis geriet mit dem steigenden Dollar unter Druck. Billigeres Öl und ein stärkerer Dollar beflügelten ihrerseits die Fantasie der Anleger. Der Euro wurde zu knapp 1,49 Dollar gehandelt. Im Vergleich zu sechs Hauptwährungen erreichte der Dollar am Montag vorübergehend ein Sechs-Monatshoch. Ein stärkerer Dollar macht Investitionen in den USA attraktiver, da ausländische Anleger auf Gewinne aus Wechselkurs-Differenzen setzen. Es seien im wesentlichen das Öl und der Dollar, die den Markt antrieben, sagte Doug Riley von Boston Advisors.

Amazon-Papiere schnellten 9,4 Prozent auf 88,09 Dollar in die Höhe. Apple gewann 2,4 Prozent auf 176,27 Dollar. Konzernchef Steve Jobs hatte im "Wall Street Journal" berichtet, die im Internet angebotenen Programme für das iPhone seien bereits mehr als 60 Mill. Mal heruntergeladen worden. Der Telekomkonzern AT &T, der das iPhone in den USA exklusiv an seine Kunden ausgibt, verzeichnete einen Kursgewinn von 2,8 Prozent auf 31,84 Prozent.

Der Lebensmittelgroßhändler Sysco legte 4,3 Prozent zu auf 31,15 Dollar, nachdem er mit seinen Quartalszahlen positiv überrascht hatte. Die Anteile des weltgrößten Einzelhändlers, Wal-Mart, verteuerten sich um 1,2 Prozent auf 59,56 Dollar. Anleger setzten darauf, dass sinkende Treibstoffpreise den Geschäften wieder spendierfreudigere Kundschaft bescheren.

Zu den Verlierern gehörte dagegen der Flugzeughersteller Boeing. Zunächst fuhren Anleger nach dem Kursanstieg der vergangenen Woche Gewinne ein. Doch auch ein Magazinbericht brachte keine guten Nachrichten vom EADS-Konkurrenten. Die "Aviation Week" berichtete unter Berufung auf mehrere mit den internen Diskussionen bei Boeing vertraute Personen, dass der US-Konzern möglicherweise nicht an der neuen Ausschreibung des milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrages teilnehmen wird. Boeing-Papiere verloren 1,8 Prozent auf 66,62 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 1955 Werte legten zu, 1158 gaben nach und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,3 Mrd. Aktien 1993 Titel im Plus, 857 im Minus und 119 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 100-01/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,9981 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren auf 98-08/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,6083 Prozent.

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