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27.07.2005 
Positive Nachrichten

US-Börsen nach Konjunkturbericht der Fed mit Gewinnen

Der Wall Street wurden durch positive Nachrichten über die Entwicklung der US-Wirtschaft am Mittwoch Kursgewinne beschert. Den führenden Indizes gab vor allem der Bericht der US-Notenbank (Fed) Auftrieb. Gute Stimmung kam auch durch starke Quartalszahlen des US-Flugzeugbauers und Börsenschwergewichts Boeing auf.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10 645 und einem Tief von 10 577 Punkten. Er verließ den Handel um 0,54 Prozent fester bei 10.637 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,46 Prozent auf 1236 Zähler zu. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,47 Prozent auf 2186 Stellen.

Dem Beige Book der Fed zufolge wuchs die US-Wirtschaft im Juni außer im Bundesstaat New York in allen Regionen. Zugleich ließ trotz höherer Energiekosten der Inflationsdruck nach oder blieb zumindest gleich. Der Bericht wird an der Wall Street besonders aufmerksam verfolgt, dient er doch als wichtige Grundlage für die Zinsentscheidungen der Fed.

"Das Wirtschaftswachstum hat sich in den vergangenen Monaten verbessert und die Inflation ist zugleich unten geblieben - beste Nachrichten in jeder Hinsicht", kommentierte Analyst Alfred Kugel von Atlantic Trust/Stein Roe in Chicago das Beige Book. Auch die US-Daten für die langlebigen Industriegüter ließen auf eine gute Entwicklung schließen, fügte er mit Blick auf die vor Börsenbeginn veröffentlichten Zahlen hinzu. Demnach stieg die Zahl der US-Aufträge für langlebige Industriegüter im Juni überraschend um 1,4 Prozent nach einem Plus von revidiert 6,4 Prozent im Vormonat.

Vor allem Boeing-Titel regten das Kaufinteresse der Anleger an und legten um rund 0,5 Prozent auf 66,70 Dollar zu. Das Unternehmen hatte mit seinen Quartalszahlen ebenso wie der Internet-Einzelhändler Amazon die Erwartungen der Analysten übertroffen. Amazon-Aktien verteuerten sich sogar um fast 15,7 Prozent auf 43,65 Dollar.

Weniger attraktiv waren für die Investoren die Aktien des Chipherstellers Linear Technologies, die um fast 3,4 Prozent auf 39,31 Dollar nachgaben und zeitweise auf den Technologie-Index drückten. Das Unternehmen hatte eine negative Geschäftsentwicklung signalisiert.

Auch Papiere des weltweit größten Finanzkonzerns Citigroup gaben nach, und zwar um rund 0,5 Prozent auf 44,39 Dollar. Die Investmentbank Merrill Lynch hatte die Aktie des Konzerns ebenso auf "neutral" von "buy" herabgestuft wie die der Bank of America. Deren Anteilscheine verloren um rund 0,9 Prozent auf 44,15 Dollar. Papiere des größten US-Braukonzerns Anheuser-Busch gaben um rund 3,9 Prozent auf 44,12 Dollar nach, nachdem das Unternehmen für das abgeschlossene Quartal einen Gewinnrückgang vermeldet hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,48 Milliarden Aktien den Besitzer. 1954 Werte legten zu, 1333 gaben nach und 167 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 1628 im Plus, 1415 im Minus und 178 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 07/32 auf 98-29/32 nach. Sie rentierten mit 4,260 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 10/32 auf 113-23/32 und hatten eine Rendite von 4,470 Prozent.

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