Die New Yorker Börsen haben durch die Veröffentlichung aktueller Konjunkturdaten am Mittwoch Auftrieb bekommen. Den Zahlen zufolge schwächte sich die US-Inflation im April ab. Das nährt Hoffnungen der Börsianer, die Fed könne die Zinsen weiterhin auf historisch niedrigem Niveau belassen.
HB NEW YORK. Anleger rechneten daher mit geringeren Kreditkosten für Banken, Wohnungsbauer und Einzelhändler. Zudem könnten die Verbraucherausgaben ansteigen, was sich wiederum positiv auf die Unternehmensbilanzen auswirken würde.
Alle drei wichtigen Indizes in New York notierten zeitweise über ein Prozent im Plus, gaben zu Handelsende aber ein Teil ihrer Gewinne wieder ab. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher bei 12 898 Punkten, nachdem er zwischen 12 825 und 12 993 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,4 Prozent auf 1408 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 2496 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax nach einem umsatzarmen Handelstag 0,3 Prozent im Plus bei 7083 Punkten.
Nutzen und bookmarken
Sie das professionelle
Handelsblatt Analyse-Tool!
Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent und damit etwas weniger stark als von Analysten erwartet. Im März waren sie um 0,3 Prozent gestiegen. Rechnet man die stark schwankenden Bereiche Lebensmittel und Energie heraus, ergibt sich für April ein Preisanstieg von 0,1 Prozent. Von den Daten profitierten unter anderem Finanzwerte. Die Aktie von JP Morgan Chase legte um knapp ein Prozent auf 45,91 Dollar zu. Die Papiere des größten US-Wohnungsbauer D.R. Horton stiegen um 2,9 Prozent auf 15,36 Dollar.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Unternehmenszahlen übertreffen Erwartungen
Für gute Stimmung am Markt sorgten neben den Wirtschaftsdaten auch besser als erwartete Unternehmenszahlen. Der zweitgrößte US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac verzeichnete im ersten Quartal einen geringeren Verlust als von Analysten erwartet. Die Aktie schoss gut neun Prozent in die Höhe und notierte bei 27,25 Dollar.
Auch der US-Einzelhändler Macy's musste im abgelaufenen Quartal einen Verlust hinnehmen. Allerdings fielen die Zahlen insgesamt nicht so schlecht aus wie befürchtet, weshalb die Aktie des Unternehmens 3,6 Prozent auf 24,93 Dollar zulegte. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seinen Ausblick. Der Rückgang der Ölpreise führte zu Kursgewinnen bei Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes wie 3M. Die Aktie des US-Mischkonzerns verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 77,73 Dollar. Kursverluste verzeichnete dagegen die Aktie von Apple. Die Papiere des Computer- und iPod-Herstellers schlossen knapp zwei Prozent im Minus bei 186,26 Dollar.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,19 Mrd. Aktien den Besitzer. 1843 Werte legten zu, 1246 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Mrd. Aktien 1451 im Plus, 1443 im Minus und 133 unverändert.
An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 01/32 auf 99-23/32. Sie rentierten mit 3,909 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 11/32 auf 96-07/32 und hatten eine Rendite von 4,609 Prozent.
