Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der US-Hypothekenkrise hat die New Yorker Aktienbörsen am Montag ins Plus getrieben. Vor allem Technologiewerte waren gefragt, wozu auch eine Bericht beitrug, Hewlett-Packard plane einen Milliarden-Zukauf.
HB NEW YORK. US-Börsen schließen fester - Techwerte gefragt Finanzwerte profitierten von einem anziehenden Geschäft des weltgrößten Anleiheversicherers MBIA sowie von stärker als erwartet ausgefallenen Zahlen von Europas größter Bank HSBC. Ein stärkerer Dollar drückte zudem die zuletzt auf ein Rekordhoch gestiegenen Ölpreise wieder nach unten, die Inflationssorgen geschürt hatten.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,02 Prozent fester mit 12 876 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 12 740 und 12 904 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 1,1 Prozent auf 1 403 Zähler.
Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,76 Prozent auf 2 488 Punkte. In Deutschland ging der Daxdank Kursgewinnen bei den Versorger- und Industriewerten mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 7 035 Zählern aus dem Handel. Technologiewerte wurden unter anderem durch die Papiere des Blackberry-Herstellers Research In Motion gestützt.
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RIM-Papiere kletterten aufgrund optimistischer Erwartungen für das neue BlackBerry-Smartphone um knapp sieben Prozent. Zudem gaben Fusionsgerüchte dem Markt Auftrieb. In Kreisen hieß es, der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard plane den Kauf des IT-Dienstleisters EDS für bis zu 13 Milliarden Dollar übernehmen. EDS-Aktien stiegen in der Folge um 28 Prozent auf 24,13 Dollar, HP gaben 4,9 Prozent auf 46,74 Dollar nach.
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Die Aktien von MBIA legten 4,5 Prozent zu. Zwar verbuchte der Anleiheversicherer im Quartal einen Verlust von 2,4 Milliarden Dollar, im laufenden Vierteljahr verzeichnet MBIA jedoch steigende Geschäftsvolumina. Positiv überraschte im Finanzsektor auch der britische Bankkonzern HSBC. Das Geldhaus konnte inmitten der weltweiten Kreditkrise durch das Wachstum des Asiengeschäfts Belastungen ausgleichen und den Gewinn im ersten Quartal 2008 steigern. Dies dämpfte die Sorgen über den Bankensektor und verhalf auch US-Finanztiteln zu Gewinnen.
Für gute Stimmung sorgte zudem eine Höherstufung der Papiere von Wal-Mart. Die Citigroup begründete ihre Entscheidung damit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum die schwächelnde US-Konjunktur ausgleichen werde. Die Aktien des weltgrößten Einzelhändlers stiegen daraufhin um 1,5 Prozent.
Zu den Verlierern gehörten die Papiere von Sprint Nextel . Sie fielen 1,5 Prozent, nachdem der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter tiefer in die roten Zahlen rutschte.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,05 Milliarden Aktien den Besitzer. 2237 Werte legten zu, 886 gaben nach und 94 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 1974 im Plus, 862 im Minus und 135 unverändert.
An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 5/32 auf 100-20/32. Sie rentierten mit 3,799 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 6/32 auf 97-10/32 nach und hatten eine Rendite von 4,539 Prozent.
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