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14.11.2008 
Marktbericht: Börse New York

US-Börsen schließen im Minus

Die US-Börsen haben am Freitag vor dem Welt-Finanzgipfel im Minus geschlossen. Vor allem schlechte Konjunkturdaten drückten die Stimmung: Der Umsatz im Einzelhandel sank im Oktober so deutlich wie nie zuvor verzeichnet. Zudem hielten sich Anleger nach dem kräftigen Anstieg der Kurse vom Donnerstag zurück.

Zentrum der Finanzwelt: die Wall Street in New York. Foto: APLupe

Zentrum der Finanzwelt: die Wall Street in New York. Foto: AP

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Abschlag von 3,8 Prozent auf 8497 Punkte aus dem Handel. Im Tagesverlauf pendelte er dabei zwischen 8469 und 8923 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 4,2 Prozent auf 873 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor sogar fünf Prozent auf 1516 Punkte. In Frankfurt beendete der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 4710 Punkten die Woche. Zu dem Zeitpunkt notierte der Dow rund drei Prozent tiefer. Im Wochenverlauf büßte der US-Index fünf Prozent ein, während der S&P um 6,2 Prozent und der Nasdaq um 7,9 Prozent nachgab.

Unter den Konjunkturdaten sorgten vor allem die Einzelhandelszahlen für Pessimismus. Der Rückgang um 2,8 Prozent war der stärkste Einbruch seit Beginn der Statistik 1992. Die Umsätze der Branche gelten als wichtiger Indikator für die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft, die zu etwa zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. Die Papiere der Mode-Kette Abercrombie & Fitch rauschten um über 20 Prozent in die Tiefe. Das Unternehmen hatte zuvor einen Gewinnrückgang vermeldet und seine Prognose kassiert. Auch die Anteilsscheine der Wal-Mart-Supermärkte notierten rund vier Prozent schwächer.

Die Aktien der Citigroup konnten sich dagegen im Handelsverlauf bei 0,7 Prozent im Plus behaupten. Die US-Großbank will einer mit den Plänen vertrauten Person zufolge demnächst einen umfangreichen Stellenabbau bekanntgeben. Die Kürzungen könnten bis zu zehn Prozent der Belegschaft treffen, sagte die Person am Freitag. Sun Microsystems kündigte ebenfalls einen massiven Stellenabbau an. Der auch in Deutschland aktive Computer- und Serverhersteller erklärte, wegen der Wirtschaftsflaute bis zu 6000 Stellen zu streichen, was in etwa jeden sechsten Arbeitsplatz betrifft. Auch Sun-Micro-Aktien profitierten von der Ankündigung und notierten rund ein Prozent höher.

Der weiter sinkende Ölpreis drückte Papiere wie die des Energiekonzerns Exxon 2,3 Prozent ins Minus. Die Aktien des Konkurrenten Chevron gaben um 3,1 Prozent nach. Ein Fass US-Leichtöl verbilligte sich auf knapp 57 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 621 Werte legten zu, 2451 gaben nach und 63 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Mrd. Aktien 558 im Plus, 2169 im Minus und 106 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 102-03/32. Sie rentierten mit 2,295 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 38/32 auf 100,11/32 und hatten eine Rendite von 3,707 Prozent.

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