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03.12.2008 
Marktbericht: Börse New York

US-Börsen schließen im Plus

Nach einer Berg- und Talfahrt haben US-Börsen am Mittwoch im Plus geschlossen. Zunächst drückten schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt und düstere Unternehmensausblicke auf die Stimmung. Vor allem gegen Schluss griffen die Anleger bei vermeintlich sicheren Werten wie dem Getränkehersteller Coca-Cola oder der Hamburger-Kette McDonalds zu.

Arbeitsmarktdaten und Unternehmensausblicke belasten die Wall Street über weite Strecken des Handelns. Am Ende drehten die US-Börsen aber wieder ins Plus. Foto: dpaLupe

Arbeitsmarktdaten und Unternehmensausblicke belasten die Wall Street über weite Strecken des Handelns. Am Ende drehten die US-Börsen aber wieder ins Plus. Foto: dpa

HB NEW YORK. Über weite Strecken des Handels hatten schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt und düstere Unternehmensausblicke die Wall Street belastet. Analysten sprachen von großer Nervosität am Markt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis Handelsende um rund zwei Prozent auf 8591 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 8234 und 8624 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 2,6 Prozent auf 870 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann knapp drei Prozent auf 1492 Punkte. Der deutsche Aktienindex hatte 0,8 Prozent im Plus geschlossen.

Der Markt sei nach dem extrem schwachen Arbeitsmarktbericht der privaten Agentur ADP und vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen für November der US-Regierung am Freitag sehr nervös, sagte Analyst Peter Jankovskis von OakBrook Investments. Dem Bericht zufolge haben im Zuge der Finanzkrise die Firmen in den USA im November deutlich mehr Stellen abgebaut als erwartet. Die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft nahm um 250 000 Stellen ab. Das ist das größte Minus seit November 2001. Auch nach Einschätzung der US-Notenbank Federal Reserve hat die US-Wirtschaft ihre Talfahrt im Herbst fortgesetzt. Die Wirtschaftsaktivität habe seit Anfang Oktober landesweit nachgelassen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Fed-Konjunkturbericht Beige Book.

Anleger setzten deshalb auf als sicher geltende Papiere. Zu den Gewinnern gehörten die Anteilsscheine von Coca-Cola und McDonalds, die fünf beziehungsweise 4,4 Prozent zulegten. Auf den Einkaufszetteln der Investoren standen auch Biotechnologiewerte wie Gilead Sciences, die 4,7 Prozent stiegen. Anleger spekulierten, dass die Aussichten für die Firma unter dem neuen Präsidenten Barack Obama steigen. Gewinne verbuchten auch die Titel der Constellation Energy Group: Sie schossen zehn Prozent in die Höhe. Der französische Atomkraftriese Electricite de France bot am Mittwoch insgesamt 5,1 Mrd. Euro für einen 50-Prozent-Anteil an der Nuklearsparte des Unternehmens. Constellation Energy wird auch vom US-Milliardär Warren Buffett umworben.

Obwohl der BlackBerry-Hersteller Research in Motion seine Erwartungen für das dritte Geschäftsquartal herunterschraubte, verteuerten sich die Papiere um 4,4 Prozent. Der Netzwerkausrüster Cisco zog die Technologieaktien mit nach oben. Cisco hält an seiner langfristigen Prognose fest und will derzeit keine Stellen streichen. Cisco-Anteilsscheine legten 4,5 Prozent zu.

Die Papiere von Freeport Copper-McMoRan & Gold Inc brachen dagegen um über 17 Prozent ein. Das Bergbauunternehmen strich seine Dividende, das Investitionsbudget für 2009 und reduzierte den Kupferertrag.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,55 Mrd. Aktien den Besitzer. 2084 Werte legten zu, 1048 gaben nach und 77 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Mrd. Aktien 1669 im Plus, 1075 im Minus und 134 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 09/32 auf 109,12/32. Sie rentierten mit 2,669 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 11/32 auf 125,09/32 und hatten eine Rendite von 3,172 Prozent.

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