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21.11.2008 
Marktbericht: Börse New York

Gerüchte um Geithner beflügeln Wall Street

Die Wall Street setzt auf Timothy Geithner: Medienberichte über eine bevorstehende Nominierung des New Yorker Notenbank-Chefs zum künftigen US-Finanzminister haben den US-Börsen kurz vor Handelsschluss Auftrieb gegeben. Finanzwerte allerdings blieben weiter unter Druck.

Nach zwei herben Verlusttagen in Folge sind die US-Börsen am Freitag mit Gewinnen gestartet. „Der Markt ist stark überverkauft, daher ist es Zeit für eine kurzfristige Kursrally“, sagte ein Händler.Lupe

Nach zwei herben Verlusttagen in Folge sind die US-Börsen am Freitag mit Gewinnen gestartet. „Der Markt ist stark überverkauft, daher ist es Zeit für eine kurzfristige Kursrally“, sagte ein Händler.

HB NEW YORK. Die angeblich bevorstehende Nominierung des New Yorker Notenbank-Chefs Timothy Geithner zum künftigen US-Finanzminister unter Barack Obama hat die US-Börsen am Freitag in der letzten Handelsstunde beflügelt. Hatten die großen Indizes bis dahin kaum verändert notiert, schlossen sie am Ende um bis zu 6,5 Prozent fester. Weiter unter Druck standen allerdings Finanzwerte, allen voran die Citigroup. Die anhaltende Unsicherheit im Zuge der Finanzkrise hatte in den vergangenen zwei Tagen für hohe Verluste an den Börsen gesorgt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 6,5 Prozent höher bei 8046 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 7449 und 8071 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 6,3 Prozent auf 800 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 5,2 Prozent auf 1384 Punkte zu. Für den Wochenverlauf ergibt sich daraus ein Minus von fünf Prozent beim Dow, von acht Prozent beim S&P und von knapp neun Prozent beim Nasdaq-Index.

Eine Stunde vor Handelsende erreichte die Börsianer die Nachricht, dass der künftige US-Präsident Obama sich für den Top-Banker Geithner als Finanzminister entschieden habe. Dem Sender NBC News zufolge wird Obama sein Wirtschafts-Team wohl am Montag benennen. Das soll auch die Finanzmärkte beruhigen. Handelsminister wird demnach Bill Richardson, der bisherige Gouverneur von New Mexico. Ein Sprecher der Fed in New York wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Zu den Gewinnern am Markt zählten die zuletzt stark gebeutelten Energiewerte wie Exxon und Chevron. Dazu trug auch die Erholung der Ölpreise bei. Der Preis für US-Leichtöl löste sich von seinem am Vortag erreichten Dreieinhalbjahrestief und kletterte wieder über die Schwelle von 50 Dollar je Barrel. Die Exxon-Aktie verteuerte sich um 10,7 Prozent, die Chevron-Aktie um 9,5 Prozent. Ebenfalls deutlich im Plus notierten nach einem positiven Analystenkommentar die Papiere von Microsoft. Sie legten um 12,3 Prozent zu.

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