Abgestraft wurden weiterhin die Aktien der US-Investmentbank Lehman Brothers
. Grund waren Gerüchte, wonach der Vermögensverwalter Pimco seine Geschäfte mit der wegen der Finanzkrise unter Druck geratenen Bank eingeschränkt hat. Ein Pimco-Sprecher erklärte aber, man handele weiterhin mit Lehman. Die Papiere der Bank notierten an der Wall Street zum Schluss rund 17 Prozent im Minus. Lehman hatte im abgelaufenen Quartal einen Verlust von 2,8 Mrd. Dollar verbucht.
Zur Nebensache geriet vor diesem Hintergrund der Zwischenbericht des Mischkonzerns General Electric, der im abgelaufenen Quartal zwar weniger verdient, die Erwartungen der Wall Street aber erfüllt und seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt hatte. GE-Aktien legten moderate 0,1 Prozent zu.
Auf den Kauflisten der Börsianer standen zudem die Aktien des Bierbrauers Anheuser
-Busch. Der Beck's-Brauer InBev
erhöhte einem Zeitungsbericht zufolge sein Angebot für die Übernahme des US-Konkurrenten Anheuser
-Busch. Der belgische Konzern habe seine 46,3-Milliarden-Dollar-Offerte aufgestockt und biete nun 70 statt bislang 65 Dollar pro Aktie, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die Anheuser-Führung werde der Übernahme zustimmen. Reuters erfuhr aus Kreisen, beide Konzerne hätten Verhandlungen über eine einvernehmliche Übernahme begonnen. Die Aktien von Anheuser stiegen daraufhin um 8,6 Prozent.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,73 Mrd. Aktien den Besitzer. 1042 Werte legten zu, 2147 gaben nach und 59 blieben unverändert. An der Nasdaq
schlossen bei Umsätzen von 2,36 Mrd. Aktien 1352 im Plus, 1474 im Minus und 135 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 40/32 auf 99-11/32. Sie rentierten mit 3,954 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 56/32 auf 97-19/32 und hatten eine Rendite von 4,523 Prozent.

