Auch viele Finanzwerte standen auf der Gewinnerseite und konnten sich damit von ihren Verlusten am Vortag erholen. Sie folgten damit nicht dem Kursrutsch der beiden US-Hypothekenbanken Fannie Mae
und Freddie Mac
. Spekulationen über die Finanzlage der Unternehmen drückten die beiden Aktien um über zehn Prozent ins Minus. Am deutschen Markt zogen die Aktien der Postbank
hingegen um 2,5 Prozent an. Am Vortag waren die Titel um über sechs Prozent eingebrochen, nachdem Reuters gemeldet hatte, der Mutterkonzern Deutsche Post habe den Verkauf auf Eis gelegt. Die "Financial Times" berichtete nun, die Post wolle spätestens Anfang Oktober über das weitere Vorgehen entscheiden. Commerzbank
stiegen um ein Prozent. Das Institut hatte Einzelheiten zum Privatkundengeschäft veröffentlicht. Danach wird das operative Ergebnis im Segment Privat- und Geschäftskunden in diesem Jahr mindestens 20 Prozent höher als vor Jahresfrist liegen. "Bei dem wirtschaftlichen Umfeld ist das beachtlich", kommentierte ein Händler. Auch die UBS
-Aktie gehörte mit einem Plus von 2,6 Prozent zu den großen Gewinnern im Stoxx50.
Noch deutlicher legten die europäischen Energiewerte zu. Spitzenreiter im Stoxx50 waren Rio Tinto
mit einem Plus von 7,4 Prozent, gefolgt von BHP Billiton mit einem Anstieg von 6,7 Prozent. ArcelorNittal stiegen um 3,2 Prozent und zogen die Thyssen-Krupp
-Aktie mit sich, die um 2,9 Prozent kletterte und damit die Dax-Gewinnerliste anführte. Die steigenden Preise am Rohstoffmarkt hätten Käufer angelockt, sagten Händler. Der Ölpreis fiel im Laufe des Tages jedoch wieder: Am Abend mussten für ein Barrel (159 Liter) US-Öl nur noch rund 113 Dollar gezahlt werden, 1,4 Prozent weniger als einen Tag zuvor.

