Zu den Gewinnern gehörten auch die Aktien von Sprint Nextel. Die Papiere schossen angefeuert von Übernahmegerüchten 9,4 Prozent in die Höhe. Der Sender CNBC hatte berichtet, die südkoreanische SK Telecom habe Übernahmegespräche mit dem drittgrößten US-Mobilfunkanbieter aufgenommen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, bei den Gesprächen gehe es lediglich um eine Zusammenarbeit im Technologiebereich und nicht um einen möglichen Kauf.
Im Fokus des Interesses standen auch die Aktien von General Motors. Der angeschlagene US-Autobauer kündigte ein umfassendes Sanierungsprogramm an. Das Unternehmen will die Lohnkosten um 20 Prozent senken und seine Kapitaldecke deutlich stärken. Zudem kündigte GM an, die Dividendenzahlungen vorerst zu stoppen. Börsianer begrüßten die Pläne, die GM-Aktie legte 4,9 Prozent zu.
Ebenfalls im Plus notierten die Aktien des Pharma- und Medizintechnikkonzerns Johnson & Johnson. Das Unternehmen verdiente im zweiten Quartal mehr als erwartet und hob seine Ergebnisziele für dieses Jahr erneut an. Das Papier legte fast zwei Prozent zu.
Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel um mehr als sechs Dollar auf 138,56 Dollar. Als Gründe nannten Händler Sorgen über die wirtschaftliche Situation in den USA, Gewinnmitnahmen und nachlassende Ängste vor einem Streik brasilianischer Ölarbeiter.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,86 Mrd. Aktien den Besitzer. 811 Werte legten zu, 2402 gaben nach und 46 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,78 Mrd. Aktien 1167 im Plus, 1733 im Minus und 114 unverändert.
An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 3,828 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 4/32 auf 98-18/32 und hatten eine Rendite von 4,463 Prozent.

