Nach dem Fall auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren haben sich die US-Börsen am Donnerstag etwas erholt. Am Ende einer Berg- und Talfahrt schloss der Dow-Jones-Index zwei Prozent im Plus. Die Stimmung an der Börse bleibt aber von Vorsicht beherrscht. Gewinner waren vor allem konjunkturunempfindliche Werte.
Die Indizes schwankten zunächst zwischen Gewinn- und Verlustzone. Am Ende lagen die Märkte im Plus. Foto: ap
HB NEW YORK. Ein Anstieg des Ölpreises sowie gute Nachrichten einzelner Firmen sorgten für etwas Zuversicht. Dagegen bestärkten unerwartet schlechte Zahlen vom US-Arbeitsmarkt erneut altbekannte Sorgen um eine weltweite Konjunkturabkühlung. Firmen aus der tendenziell konjunktur-unempfindlichen Pharmabranche und dem Energiesektor legten zu. Die gebeutelten Baukonzerne gerieten dagegen nach schlechten Zahlen von Pulte Homes
erneut unter Druck.
Dank eines starken Endspurts schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte zwei Prozent im Plus bei 8691 Punkten. Dabei pendelte er erneut stark, zwischen 8243 und 8795 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,3 Prozent auf 908 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq
ging 0,7 Prozent schwächer bei 1603 Punkten aus dem Handel. Zuvor hatten in Frankfurt Sorgen vor den Folgen der Konjunkturschwäche auf die Gewinne der Unternehmen den Dax ins Minus gedrückt. Er schloss 1,1 Prozent schwächer bei 4519 Punkten.
In den USA gehörten vor allem Energietitel zu den Gewinnern, da der Preis für ein Fass US-Leichtöl wieder leicht auf rund 69 Dollar kletterte. Börsenschwergewicht Exxon
Mobil schoss neun Prozent nach oben, Chevron
gewann 8,2 Prozent. Auch Pharmatitel legten zu, nachdem Bristol
-Myers und Eli Lilly
besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt hatten. Bristol-Myers
-Papiere verteuerten sich um drei Prozent, Eli Lilly
um 4,3 Prozent. Dow-Chemical-Aktien gewannen 2,3 Prozent hinzu, obwohl die Hurrikan-Saison dem größten US-Chemiekonzern das Ergebnis im dritten Quartal verhagelt hatte.

