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04.11.2008 
Marktbericht: Börse New York

Wall Street am Tag der US-Wahl im Plus

Unter dem Eindruck der US-Präsidentschaftswahl haben die amerikanischen Börsen mit einem deutlichen Plus geschlossen. Die kräftigen Gewinne zogen sich durch fast alle Branchen. Die Aktienmärkte zeigten sich erleichtert, dass die Unsicherheit nach dem langen Wahlkampf nun ein Ende findet.

Die Wall Street: Warten auf das Ende des US-Wahlkampfs. Foto: apLupe

Die Wall Street: Warten auf das Ende des US-Wahlkampfs. Foto: ap

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Tag der Präsidentschaftswahl kräftige Gewinne verbucht. Auch an der Wall Street schauten die Anleger auf die Entscheidung zwischen Barack Obama und John McCain und erhofften sich davon mehr Klarheit über den künftigen Kurs der größten Volkswirtschaft.Das Ergebnis wurde in der Nacht erwartet. Finanztitel profitierten von einem Bericht des „Wall Street Journal“, wonach die Regierung eine Beteiligung an weiteren Finanzinstituten erwägt. Unter Druck gerieten dagegen die Aktien von Fluggesellschaften, nachdem der Ölpreis wieder über die Marke von 70 Dollar pro Barrel gestiegen war.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss rund 3,3 Prozent im Plus bei 9 625 Punkten. Er pendelte dabei zwischen 9 323 und 9 653 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann vier Prozent auf 1 005 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 3,1 Prozent auf 1 780 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax fünf Prozent höher bei 5 278 Punkten. „Die Wahl überdeckt alles andere“, sagte Joe Saluzzi von Themis Trading. „Die Leute denken, sobald die Wahl vorbei ist, wird eine Unbekannte verschwinden. Der Markt hasst Ungewissheit.“ Die Aktien des Börsen-Schwergewichts General Electric (GE) gewannen 7,6 Prozent. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf Kreise, die Regierung wolle sich an weiteren Finanzinstituten beteiligen. Dabei gehe es etwa um Anleiheversicherer und spezialisierte Finanzfirmen wie die General Electric-Tochter GE Capital und die CIT Group. Ein GE-Sprecher sagte, eine Beteiligung werde geprüft, falls sie angeboten werde. CIT-Papiere schossen um 36 Prozent nach oben.

Auch von anderen Unternehmen gab es gute Nachrichten. MasterCard hatte mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Angesichts der düsteren Prognose für die Wirtschaftsentwicklung schraubte der weltweit zweitgrößte Kreditkartenanbieter die Umsatzziele für das nächste Jahr aber zurück. Die Anteilsscheine des Unternehmens stiegen dennoch um rund 18 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten American Express legten um über fünf Prozent zu. Dagegen gerieten die Aktien von Fluggesellschaften unter Druck. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl stieg um sechs Prozent auf 70 Dollar, nachdem Saudi-Arabien seine Erdölexporte offenbar deutlich verringert hat. Die Anteilsscheine von Continental Airlines verloren 12,2 Prozent, während die Aktien der United-Airlines-Mutter UAL 6,7 Prozent nachgaben. Profitieren konnte der Ölriese Exxon, dessen Papiere sich um 4,3 Prozent verteuerten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,31 Mrd. Aktien den Besitzer. 2 463 Werte legten zu, 663 gaben nach und 49 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,32 Mrd. Aktien 1 758 im Plus, 1 006 im Minus und 110 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 47/32 auf 102-05/32. Sie rentierten mit 3,732 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 70/32 auf 105-03/32 und hatten eine Rendite von 4,197 Prozent.

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