Die Aktien des iPhone-Vertriebspartners AT&T
kletterten zwei Prozent nach oben. Der US-Kongress hatte zudem am Mittwoch trotz massiver Kritik von Bürgerrechtsgruppen eine umfassende Reform der Abhörgesetze von Präsident George W. Bush verabschiedet, die Telefongesellschaften vor milliardenschweren Zivilklagen wegen umfassender Lauschangriffe nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schützt.
Der Branchenriese Dow Chemical
bietet 18,8 Mrd. Dollar für das Spezialchemieunternehmen Rohm & Hass. Händler begrüßten das Angebot als Anzeichen dafür, dass die Kreditkrise nicht völlig aus dem Ruder geraten ist und Milliarden-Übernahmeofferten immer noch möglich sind. Dow Chemical
bietet pro Rohm-Aktie 78 Dollar. Der Aktienkurs von Rohm & Hass schoss um gut 64 Prozent auf 73,60 Dollar nach oben, während Dow Chemical
etwa 4,2 Prozent auf 32,52 Dollar nachgab.
Weiter Sorgen gab es um die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae
und Freddie Mac
. Der ehemalige Fed-Gouverneur William Poole sagte am Donnerstag, Freddie Mac
sei faktisch zahlungsunfähig. Die US-Regierung arbeitet nach Angaben einer Sprecherin bereits an einem Rettungspaket, um eine Pleite und eine weitere Destabilisierung des US-Immobilienmarktes zu verhindern. Die Aktie von Freddie Mac
setzten ihre rasante Talfahrt der vergangenen Tage fort und verloren rund 22 Prozent, Fannie Mae
gaben etwa 14 Prozent nach.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Mrd. Aktien den Besitzer. 1628 Werte legten zu, 1521 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq
schlossen bei Umsätzen von 2,28 Mrd. Aktien 1557 im Plus, 1267 im Minus und 112 unverändert.
An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 1/32 auf 100-16/32. Sie rentierten mit 3,813 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 6/32 nach auf 99-06/32 und hatten eine Rendite von 4,424 Prozent.

