Zunächst hatte ein optimistischer Geschäfts- und Konjunkturausblick des US-Mischkonzerns GE
zu einer Aufhellung der Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett beigetragen. GE
-Aktien verteuerten sich um knapp 2,8 Prozent auf 33,59 Dollar. Auch überraschend hohe Umsätze der Einzelhandelsunternehmen im September verhalfen Händlern zufolge vorübergehend zu einer wieder zuversichtlicheren Haltung der Investoren. Davon profitierte Branchenprimus Wal
-Mart mit einem Plus von knapp einem Prozent auf 43,93 Dollar. Viele Anleger hatten wegen der Wirbelstürme "Katrina" und "Rita" mit schwachen Umsätzen der Einzelhändler gerechnet.
Positive Impulse seien darüber hinaus von dem weiteren deutlichen Rückgang der Ölpreise ausgegangen, hieß es im Handel. "Der Ölpreis geht eindeutig nach unten, auch der Benzinpreis, das sollte ein Plus für die Börse sein", sagte Ned Riley von Riley Asset Management. Leichtes US-Öl verbilligte sich zeitweise bis auf 60,70 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) und war damit so günstig zu haben, wie seit zwei Monaten nicht mehr.
Den Kursen der Energieunternehmen bekam die Entwicklung indes nicht. Weil sie bei fallenden Ölpreisen um ihre Gewinne fürchteten, verkauften die Anleger die Aktien und drückten so den Kurs des Ölkonzerns Chevron
um fast 3,3 Prozent auf 60,00 Dollar. Die Titel des Konkurrenten ConocoPhillips
wurden mit 62,02 Dollar um knapp zwei Prozent niedriger angeschrieben.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,15 Milliarden Aktien den Besitzer. 1070 Werte legten zu, 2238 gaben nach und 143 blieben unverändert. An der Nasdaq
schlossen bei Umsätzen von rund 2,12 Milliarden Aktien 1045 im Plus, 1972 im Minus und 152 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 1/32 auf 98-31/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,377 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen im Kurs um 18/32 auf 111-14/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,603 Prozent.

