In New York hatte der Dow-Jones-Index den Handel mit einem Minus von zwei Prozent bei 9258 Punkten beendet. Im Verlauf hatte er zwischen einem Hoch von 9628 und einem Tief von 9194 Punkten gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,1 Prozent nach auf 984 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq
sank um 0,8 Prozent auf 1740 Stellen. Vorausgegangen waren dramatische Verluste an den Börsen in Europa. In Frankfurt ging der Leitindex Dax 5,9 Prozent tiefer bei 5013 Punkten aus dem Handel. Er schloss damit auf dem tiefsten Stand seit November 2005.
Zudem verlautete aus Regierungskreisen, dass die USA prüfen, mehrere Banken teilweise zu verstaatlichen. Die vom Kongress jetzt im Rahmen des 700 Milliarden Dollar umfassenden Rettungspakets gewährten Vollmachten zum Umgang mit der Finanzkrise eröffneten der Regierung eine Reihe von Möglichkeiten, hieß es.
Ein derartiger staatlicher Einstieg bei Banken wäre zu vergleichen mit dem Vorgehen der britischen Regierung. Die britische Regierung hatte am Mittwoch angekündigt, acht der größten Banken teilweise zu verstaatlichen, um die Stabilität auf dem Finanzmarkt wiederherzustellen. Auf den britischen Plan angesprochen, sagte US-Finanzminister Henry Paulson, er weise diese Idee nicht zurück. Er wolle jedoch nicht darüber spekulieren, welches der neuen Rechte die Regierung nun anwende.
Außerdem sagte Finanzminister Henry Paulson, dass er weitere Bankenpleiten erwartet: „Wir müssen anerkennen, dass einige Finanzinstitutionen trotz der neuen Vollmachten des Finanzministeriums scheitern werden“, sagte Paulson in Washington. Der Minister stellte klar, dass das 700 Mrd. Dollar schwere Paket der Regierung aber nicht dazu da sei, „jede existierende Finanzinstitution um ihrer selbst willen zu retten“, sagte der Minister.

