Die Börsen in New York haben am Donnerstag im Plus geschlossen. Grund waren vor allem der niedrigere Ölpreis und starke Technologiewerte. Sie profitierten durch den zunehmenden Druck von US-Investoren auf Yahoo, die eine Übernahme durch Microsoft forcierten.
HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,73 Prozent höher bei 12 992 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12 854 und 12 999 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 1,06 Prozent im Plus bei 1423 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 1,48 Prozent im Plus bei 2533 Punkten. In Frankfurt beendete der Dax den Handel nahezu unverändert bei 7081 Punkten.
Aktien im Fokus: Einzelwerte, die auffallen - jeden Tag neu.
Händlern zufolge ließ bei den Anlegern die Sorge nach, die hohen Energiepreise könnten die Konsumlust dämpfen.Für Auftrieb sorgten auch Spekulationen, die Yahoo
-Übernahme durch Microsoft
könnte doch noch gelingen. Grund war die Kampfansage des Yahoo
-Aktionärs Carl Icahn an die Geschäftsführung des Internetkonzerns. Der Investor forderte das Management auf, die Übernahmegespräche mit Microsoft
wieder aufzunehmen und erhöhte den Druck, indem er zugleich eine Kandidatenliste für einen neuen Yahoo
-Verwaltungsrat präsentierte. Dabei erhielt Icahn unter anderem Unterstützung von einem zweitem Yahoo
-Großaktionär, der Beteiligungsgesellschaft Paulson & Co. Yahoo
-Aktien legten 2,3 Prozent auf 27,75 Dollar zu, Microsoft
-Papiere um 1,7 Prozent auf 30,45 Dollar.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: CBS kündigt CNET
-Übernahme an
Der Fernsehsender CBS kündigte an, die Internetmedienfirma CNET
Networks für 1,8 Mrd. Dollar übernehmen zu wollen. Mit dem Kauf könnte CBS seine Internetpräsenz verstärken. CBS-Papiere verbilligten sich um 2,4 Prozent, CNET
-Aktien schossen dagegen 43,53 Prozent in die Höhe.
Zu den Gewinnern zählten auch die Aktien von JC Penney. Zwar wies das Unternehmen im abgelaufenen Quartal angesichts der US-Wirtschaftsschwäche einen Gewinnrückgang von rund 50 Prozent aus. Doch liefen die Geschäfte des US-Einzelhändlers nicht so schlecht wie von Branchenexperten befürchtet. JC Penney-Aktien verteuerten sich um 4,7 Prozent auf 46,32 Dollar.
Kursverluste verzeichnete dagegen die Aktie des US-Mischkonzerns General Electric. Das Unternehmen erwägt einem Bericht zufolge den Verkauf seiner Haushaltsgerätesparte. Der Bereich werde möglicherweise versteigert und könne dann zwischen fünf und acht Mrd. Dollar erzielen, hieß es auf der Internetseite des "Wall Street Journal" am Mittwoch. Die GE-Aktie verlor 0,4 Prozent 32,37 Dollar.
Für einen Dämpfer sorgten auch eine Reihe von Wirtschaftsdaten: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der Woche zum 10. Mai stärker als erwartet. Zudem sank die Industrietätigkeit im US-Bundesstaat New York im Mai überraschend.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,19 Mrd. Aktien den Besitzer. 2192 Werte legten zu, 911 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Mrd. Aktien 1757 im Plus, 1106 im Minus und 121 unverändert.
An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 25/32 auf 100-13/32. Sie rentierten mit 3,826 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 33/32 auf 97-03/32 und hatten eine Rendite von 4,553 Prozent.
