Die US-Börsen haben die Woche mit leichten Verlusten beendet. Anleger hatten zahlreiche Konjunkturdaten zu verdauen, die teilweise überraschend besser ausfielen als erwartet. Das dämpfte zwar die Sorgen vor einer anstehenden Rezession, kühlte aber auch die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen etwas ab, sagten Händler.
HB NEW YORK. Der Präsident der St-Louis William Poole, hält unterdessen trotz vorsichtiger Anzeichen einer Erholung an den Finanzmärkten weitere Maßnahmen der Fed für möglich.
Portfoliomanagerin Janna Sampson von Oakbrook Investments würde einen weiteren Zinsschritt begrüßen. "Eine zweite Zinssenkung würde stark zur Beruhigung der Aktienmärkte beitragen. Nun muss sich zeigen, ob die Fed dieses Vertrauen schaffen will, oder ob die Inflationsrisiken zu hoch sind", so die Expertin.
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ging mit einem Minus von 0,12 Prozent auf 13 895,63 Zähler aus dem Handel. Im Wochenvergleich erreichte er allerdings ein Plus von rund 75 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,30 Prozent auf 1526,73 Punkte. An der NASDAQ
fiel der Composite Index ebenfalls um 0,30 Prozent auf 2701,50 Zähler. Der NASDAQ
100 gab um 0,25 Prozent auf 2091,11 Punkte nach.
» Börsen-Tops und Flops auf einen Blick
General Motors
(GM)
gewannen 0,66 Prozent auf 36,70 Dollar und waren damit einer der stärksten Werte im Dow Jones. Die Vertreter der Gewerkschaft UAW haben dem Tarifvertrag zugestimmt. General Motors
machte im Gegenzug die Zusage, aktuelle oder zukünftige Modelle in 16 US-Werken zu bauen. Zudem wird GM
insgesamt knapp 30 Milliarden Dollar in einen Krankenversicherungsfond für die Betriebsrentner einzahlen. UAW-Präsident Ron Gettelfinger rechnet nun damit, dass die Arbeiter dem Vertrag zustimmen werden, der GM
dann Einsparungen von drei Milliarden Dollar jährlich ermöglicht.
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Unterdessen gaben Wells Fargo
1,11 Prozent auf 35,62 Dollar ab. Ein Experte von Friedman Billings Ramsey hat seine Gewinnschätzung für das dritte Quartal für die Bank vor dem Hintergrund der US- Hypothekenkrise um 100 Millionen Dollar gesenkt. Der Experte erwartet nun einen Gewinn von 0,68 Dollar je Aktie, die Konsensschätzung liegt bei 0,70 Dollar.
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Die Titel von KB Home
profitierten hingegen von einer positiven Analysteneinschätzung und legten um 1,42 Prozent auf 25,06 Dollar zu. Einem Analysten von Wachovia
Capital Markets zufolge ist der Hausbauer auf dem richtigen Weg. Die neue Strategie bestehend aus Preissenkungen und der Akquisition neuer Kunden sei eine gute Idee. KB Home
wolle sich nun mehr auf Kunden konzentrieren, die zum ersten Mal ein Haus kaufen.
Auch an den Anleihenmärkten mussten Anleger die Konjunkturdaten verdauen - 10-jährige Anleihen stiegen um 0,0938 Punkte auf 101,3438 Punkte. Sie rentierten damit mit 4,827 Prozent. Der Euro war unterdessen kaum zu bremsen und kletterte im späten Handel erneut auf ein neues Rekordhoch von 1,4278 Dollar. Zuletzt wurden noch 1,4260 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,4179 (Donnerstag: 1,4180) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7053 (0,7052) Euro.

